Industriehalle kaufen für Produktion und Fertigung
Wenn Sie eine Industriehalle kaufen wollen, sollten Sie vor allem darauf achten, dass sich die Immobilie auf Ihren Produktionsprozess abstimmen lässt. Im zweiten Halbjahr 2025 entfielen rund 697.000 Quadratmeter Flächenumsatz auf Produktionsimmobilien. Um in diesem Markt schnell das richtige Angebot zu finden, entwickeln wir mit Ihnen ein klares Suchprofil, beziehen öffentliche und Off-Market-Angebote ein, sichten alle relevanten Unterlagen und begleiten Sie über die Preisverhandlung bis zum Notar.
Ihre Vorteile beim Kauf einer Industriehalle mit Heid
Immobilien-Expertise
Bei uns erhalten Sie geballte Inhouse-Kompetenz rund um die Vermarktung und Bewertung Ihrer Immobilie.
Kompetente Betreuung
Unsere Immobilienmakler unterstützen Sie rund um Kauf & Verkauf, Miete & Vermietung.
Komplettservice bis zum Notar
Wir begleiten Sie und Ihr Objekt vom Exposé über Besichtigungen bis zur Unterschrift unter den Vertrag.
Kurzfristige Termine möglich
Unsere Makler nehmen kurzfristige Aufträge entgegen. Kontaktieren Sie uns schriftlich oder telefonisch.
Persönliche Ansprechpartner
Sie wissen jederzeit, wer für Ihre Immobilie verantwortlich ist: Wir setzen auf Persönlichkeit statt Anonymität.
Das Wichtigste in Kürze
- Die Produktion als Ausgangspunkt: Für eine Industriehalle sollten Fläche, Kaufpreis und Produktionskapazitäten mit Ihren Vorstellungen übereinstimmen. Diese können zum Beispiel ein geeigneter Boden, ein passendes Tragwerk, ein Hallenkran, Fundamente und ausreichend Strom für Ihre Maschinen sein.
- Nutzung vorher prüfen: Ist Ihre Produktion im jeweiligen Industriegebiet erlaubt und liegen für das Gebäude und die Maschinen die passenden Genehmigungen vor? Je nach Verfahren können zusätzlich anlagenbezogene Genehmigungen nötig sein, etwa nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz.1 Wir sehen uns mit Ihnen gemeinsam an, welche Unterlagen vorliegen und wo noch Klärungsbedarf besteht.
- Folgekosten mitrechnen: Bei Industriehallen können vor allem technische Anforderungen wie fehlende Maschinenfundamente, Absaugung oder Lüftung für einen hohen Umbauaufwand sorgen. Wir helfen Ihnen dabei, den Kaufpreis und die Gesamtkosten schon vor dem Kauf einzuschätzen.
- Altlasten überprüfen: Bei früher industriell genutzten Grundstücken sollten Sie in jedem Fall die Nutzungsgeschichte prüfen. Frühere Schadensfälle oder der Umgang mit umweltgefährdenden Stoffen können auf Altlasten wie Boden- oder Grundwasserbelastungen hinweisen. Für Eigentümer können daraus auch nach dem Kauf Untersuchungs-, Sicherungs- oder Sanierungspflichten entstehen.
- Technik klar zuordnen: Die Klärung von Eigentumsverhältnissen an Maschinen und Einbauten im Objekt sind ebenfalls grundlegender Teil der Vorbereitung auf einen möglichen Kauf.
- Für Anleger wichtig: Stark auf einen einzelnen Produktionsprozess zugeschnittene Hallen können bei einer späteren Neuvermietung mehr Anpassungen erfordern. Im zweiten Halbjahr 2025 erreichten Produktionsimmobilien ein Transaktionsvolumen von rund 280 Millionen Euro und damit rund 39 Prozent des untersuchten Light-Industrial-Halbjahresvolumens.2
Industriehalle nach dem Produktionsbedarf auswählen
Vor dem Kauf einer Industriehalle sollten Sie neben der Quadratmeterzahl eine konkrete Vorstellung von den Anforderungen an die Halle und für Ihre Produktion haben. Im kostenlosen Erstgespräch gehen wir mit Ihnen strukturiert die notwendigen Details wie die Region, die Lage, Ihr Budget und den nötigen Flächenbedarf durch. Vor allem müssen wir aber verstehen, was in der Halle später passieren soll.
Dafür erfassen wir unter anderem den Maschinenpark, die benötigte Medienversorgung und geplante Erweiterungen.
Ein Beispiel: Bei einer Metallbearbeitung mit schweren oder schwingenden Maschinen müssen Boden, Fundamente und Tragwerk die auftretenden statischen und dynamischen Lasten aufnehmen können. Das könnte für Sie als Käufer ein Ausschlusskriterium sein. Ein Montagebetrieb kann mit derselben Halle dagegen gut zurechtkommen, braucht aber vielleicht andere Flächen und Wege.
Auch der Schichtbetrieb und die Materialflüsse spielen bei der Auswahl der richtigen Halle eine Rolle. Im Gespräch halten wir fest, was die von Ihnen gewünschte Halle an Anforderungen unbedingt erfüllen muss. So sehen wir bei neuen Angeboten schnell, ob sich eine nähere Prüfung lohnt.
Anschließend suchen wir für Sie nach Angeboten am offenen Markt und beziehen auch Industriehallen ein, die Off-Market und damit nicht öffentlich vermarktet werden.
Die Grenzen zwischen Industriehalle, Lager- und Gewerbehalle sind in der Praxis fließend. Der Marktbericht der Initiative Light Industrial nennt bei Produktionsimmobilien neben Fertigung auch Lagerung, Forschung oder Service.2 Als Orientierung dienen uns diese Unterschiede:
| Hallentyp | Typische Nutzung | Schwerpunkt beim Kauf |
|---|---|---|
| Industriehalle | Produktion, Fertigung, Bearbeitung und Montage | Technische Infrastruktur, Tragwerk und Genehmigungen |
| Lagerhalle | Lagerung, Kommissionierung und Versand | Warenfluss, Hallenhöhe, Tore, Rampen und Rangierflächen |
| Gewerbehalle | Werkstatt, Service, leichte Produktion und gemischte Nutzung | Flächenmix, Kundenverkehr und Anpassung an die Nutzung |
Suchen Sie eine Halle, in der Sie vor allem Waren lagern und versenden, finden Sie unter Lagerhalle kaufen weitere Informationen. Für Werkstatt-, Service- oder gemischte Nutzungen lesen Sie unter Gewerbehalle kaufen weiter. Wissen Sie noch nicht genau, welcher Hallentyp zu Ihrem Vorhaben passt, verschafft Ihnen unsere Seite zum Thema Halle kaufen einen Überblick.
Gut zu wissen: Der Schwerpunkt liegt bei uns auf der Vermittlung von Industrieimmobilien und Grundstücken sowie bei Bedarf auch von Neubauprojekten und Projektentwicklungen, insbesondere an Kapitalanleger. Einen eigenständigen Handel mit Hallenbausätzen oder Maschinen bieten wir dagegen nicht an.
Wenn Sie schon wissen, in welcher Region Sie eine Produktionshalle suchen, wie groß Ihr Flächenbedarf ist oder wenn wichtige technische Anforderungen schon feststehen, können Sie diese direkt hier angeben:
Neben den Anforderungen an die Halle berücksichtigen wir mit Ihnen auch den Standort und die Zulässigkeit Ihrer geplanten Produktion:
- Standort und Versorgung: Die Halle sollte für Mitarbeitende und Lieferanten gut erreichbar sein – auch im Schichtbetrieb. Wichtig sind außerdem ausreichende Strom- und Medienkapazitäten. Prüfen Sie deshalb neben den vorhandenen Anschlüssen auch, ob sich die benötigte Leistung am Standort bereitstellen oder ausbauen lässt.³
- Gewerbe- oder Industriegebiet: Gewerbegebiete dienen vorwiegend Betrieben, die nicht erheblich belästigen; Industriegebiete vorwiegend solchen, die in anderen Baugebieten unzulässig sind.⁴ Entscheidend für Ihr Vorhaben bleiben der Bebauungsplan, die vorhandene Baugenehmigung und Ihre konkrete Nutzung. Wir gleichen diese mit Ihnen ab, denn eine frühere Produktionsnutzung erlaubt nicht automatisch jedes andere Produktionsverfahren.
- Anlagenbezogene Genehmigungen: Bestimmte Maschinen und Anlagen benötigen zusätzlich eine immissionsschutzrechtliche Genehmigung; auch Änderungen können erneut genehmigungspflichtig sein.¹ Welche Anlagentypen und Schwellenwerte maßgeblich sind, regelt insbesondere die 4. Bundes-Immisionsschutzverordnung (BImSchV).⁵ Wir sichten mit Ihnen die vorhandenen Genehmigungen und Bescheide. Je nach Produktion sind dabei beispielsweise Vorgaben zu Betriebszeiten, Lärm, Abluft oder Erschütterungen relevant.
Auf dieser Grundlage suchen wir für Sie nach Angeboten am offenen Markt und beziehen auch Industriehallen ein, die Off-Market und damit nicht öffentlich vermarktet werden.
Technische Ausstattung auf die Produktion abstimmen
Eine Industriehalle kann bei Fläche und Lage überzeugen und technisch trotzdem ungeeignet sein. Wenn die vorhandene Stromleistung für Ihre Maschinen nicht ausreicht oder Fundamente, Leitungen oder Absaugtechnik fehlen, können unter Umständen zusätzliche Investitionen auf Sie zukommen.
Strom, Medien und Gebäudetechnik
Wie viel Strom die Halle bereitstellen kann, ist vor allem bei energieintensiven Produktionsprozessen wichtig zu untersuchen. Entscheidend ist die Anschlussleistung am Standort und gegebenenfalls ein vorhandener Transformator. Bei diesem sollten auch die Leistung und die Eigentumsverhältnisse klar geregelt sein.
Je nach Produktionsprozess benötigen Sie außerdem Gas, Druckluft, Prozesswasser, Kühlung oder eine besondere Lüftungs- und Absaugtechnik. Beim Abwasser können zusätzliche Vorgaben gelten. Für bestimmte Einleitungen in die öffentliche Kanalisation ist eine Genehmigung erforderlich. Auch für Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen gelten besondere Anforderungen. Das ist im Wasserhaushaltsgesetz (WHG) festgelegt.6
Die folgende Übersicht zeigt typische Fälle, in denen vorhandene Gebäudetechnik und Produktionsanforderungen auseinanderliegen können:
| Produktionsanforderung | Vor dem Kauf prüfen | Möglicher Aufwand |
|---|---|---|
| Hoher Strombedarf | Anschlussleistung, Trafo, Eigentumsverhältnisse | Erweiterung des Anschlusses oder Anpassung der Stromversorgung |
| Prozesswasser oder besonderes Abwasser | Leitungen, Kapazitäten, Einleitbedingungen | Umbau, zusätzliche Technik oder Genehmigung |
| Abluft und Absaugung | Vorhandene Anlagen, Leistung und Leitungsführung | Nachrüstung oder neue Anlage |
Bestehen Unklarheiten zur Energie, können wir Sachverständige und Energieberater aus unserem Haus hinzuziehen. Ist darüber hinaus eine Fachplanung nötig, besprechen wir mit Ihnen, was Sie noch klären lassen sollten und welche Fachleute dafür infrage kommen.
Tragwerk, Maschinen und Wege in der Industriehalle
Eine Besonderheit bei Produktionshallen ist, dass die Halle groß genug und gleichzeitig für Ihre individuellen Maschinen ausgelegt sein muss. Wenn Sie sehr schwere Maschinen nutzen, ist es wichtig, die Stützenraster, die vorhandenen Fundamente sowie den Boden und das Tragwerk auf diese Lasten zu prüfen. Erzeugen Anlagen starke Schwingungen, müssen außerdem Fundamente, Tragwerk und gegebenenfalls eine Schwingungsentkopplung geprüft werden. Hallenhöhe und vorhandene Flächen müssen wiederum zu den Abmessungen der Maschinen und den geplanten Produktionsabläufen passen.
Entscheidend ist unter Umständen auch, ob Sie einen Hallenkran benötigen und ob er in der Halle bereits installiert ist. Prüfen Sie deshalb gegebenenfalls auch die Kranbahn und die Hakenhöhe.
Für Beschäftigte, Material und Fahrzeuge müssen ausreichend breite und sinnvoll geführte Wege vorhanden sein. Bei Fahrzeugverkehr ist die sichere Trennung von Verkehrs- und Fußwegen zu beachten.
Eine vorhandene Kranbahn kann bei einer Industriehalle viel wert sein. Wollen Sie einen Hallenkran später nachrüsten, sollten Sie prüfen, ob Stützen, Fundamente und Tragwerk die zusätzlichen Lasten aufnehmen können. Zwei Hallen mit ähnlichem Kaufpreis können dadurch wirtschaftlich schnell sehr unterschiedlich ausfallen.
Geschäftsführerin Katharina Heid
Auch der Brandschutz muss zur geplanten Nutzung passen. Je nach Betrieb können unter anderem Fluchtwege, Feuerlöscheinrichtungen sowie Brandmelde- und Alarmanlagen betroffen sein.7
Unsere Makler sichten mit Ihnen vorhandene Genehmigungen, Brandschutzunterlagen, Statiken und Prüfberichte. So wissen Sie früh im Kaufprozess, welche Nachweise fehlen oder ob Ihre Produktion besondere Anforderungen an das Gebäude stellt.
Bei immobilienbezogenen Fachfragen können wir bei Bedarf unsere Sachverständigen einbeziehen. Ist beispielsweise eine vollständige statische Neuberechnung oder eine weitergehende Fachplanung erforderlich, muss dafür gegebenenfalls ein spezialisierter Fachplaner oder Statiker hinzugezogen werden.
Unterlagen für den Industriehallen-Kauf prüfen
Da Produktions- und Fertigungshallen technisch geprägte Immobilien sind, sollten Sie die relevanten Unterlagen und Dokumentationen vor dem Kauf sorgfältig untersuchen. Teilweise enthalten sie Informationen, die Sie bei einer Besichtigung vor Ort nicht sehen, zum Beispiel dazu, welche Lasten ein Tragwerk aufnehmen kann.
Vor dem Kauf von Industriehallen sollten Ihnen mindestens die folgenden Unterlagen vorliegen:
- Grundbuchauszug sowie Flur- und Lagepläne
- Baugenehmigung, genehmigte Nutzung und genehmigte Baupläne
- Bebauungsplan und Baulastenauskunft
- Statik und vorhandene Prüfberichte
- Brandschutzunterlagen
- technische Angaben zu Strom-, Wasser-, Gas- und weiteren Medienanschlüssen
- immissionsschutzrechtliche Genehmigungen und Bescheide
- Wartungs- und Prüfunterlagen technischer Anlagen
- Unterlagen zu Boden, Altlasten und früherer Nutzung
- Energieausweis, soweit erforderlich
- bei vermieteten Objekten bestehende Miet- oder Pachtverträge
- bei mitverkaufter Ausstattung eine Aufstellung der Maschinen und Anlagen
Bei Nichtwohngebäuden erfasst der Energieausweis unter anderem Heizung, Warmwasserbereitung, Lüftung, Kühlung und eingebaute Beleuchtung. Der Energieeinsatz für Produktionsprozesse ist dagegen ausdrücklich nicht Gegenstand des Gebäudemodernisierungsgesetzes (GModG).8 Für die Produktionsplanung hat der Energieausweis entsprechend nur eine begrenzte Aussagekraft.
Für bestimmte Betriebsgebäude gelten die Energieausweisvorschriften nicht, etwa für Hallen, die nach ihrer Zweckbestimmung auf eine Raum-Solltemperatur von weniger als 12 Grad Celsius beheizt werden.8
Ist ein Energieausweis erforderlich, muss ihn der Verkäufer oder Immobilienmakler einem potenziellen Käufer grundsätzlich spätestens bei der Besichtigung vorlegen.8
Weitere wichtige Punkte sind:
- Produktionsgeschichte und Altlasten: Klären Sie vor dem Kauf frühere Produktionsverfahren, den Umgang mit umweltgefährdenden Stoffen und bekannte Schadensfälle. Fordern Sie vorhandene Boden- und Altlastengutachten sowie Sanierungsunterlagen an und fragen Sie bei der zuständigen Bodenschutzbehörde nach, ob das Grundstück als Altlast oder Verdachtsfläche erfasst ist. Bei begründetem Verdacht kann eine Bodenuntersuchung erforderlich sein. Bodenschutzrechtliche Pflichten bis hin zur Sanierung können auch Sie als neuen Eigentümer treffen, selbst wenn Sie die Belastung nicht verursacht haben.⁹ Unsere Makler sichten mit Ihnen die vorhandenen Angaben und klären, welche weitere Fachprüfung sinnvoll ist.
- Maschinen und Zubehör: Halten Sie in einer Anlagenliste fest, welche Maschinen und technischen Einrichtungen mitverkauft werden, wem sie gehören, ob Leasingverträge bestehen und wer einen möglichen Rückbau übernimmt. Bestimmte Maschinen können rechtlich als Zubehör gelten und im Zweifel von der Verpflichtung zum Verkauf erfasst sein.¹⁰ Welche Ausstattung tatsächlich an Sie übergeht, sollten Sie mit dem Notar oder Ihrer Rechtsberatung klären und im Kaufvertrag festhalten. Wünschen Sie eine Halle mit vorhandener technischer Ausstattung, berücksichtigen wir das bereits bei der Suche.
Sie suchen eine Industriehalle für Ihre Produktion? Teilen Sie uns Standort, Flächenbedarf und technische Anforderungen mit. Wir suchen nach passenden öffentlichen und Off-Market-Angeboten.
Kaufpreis und Gesamtinvestition realistisch kalkulieren
Der Kaufpreis allein sagt noch wenig darüber aus, was Sie am Ende in eine Industriehalle investieren. Zwei ähnlich große Objekte können wirtschaftlich weit auseinanderliegen, wenn eine Halle bereits zu Ihrer Produktion passt und Sie bei der anderen hingegen noch die Fundamente oder die Gebäudetechnik anpassen müssen.
Wie schnell einzelne Posten ins Gewicht fallen, zeigt ein Praxisbeispiel der Industrie- und Handelskammer (IHK) Würzburg-Schweinfurt: Bei einem Produktionsbetrieb kostete allein die Umrüstung der Hallenkühlung auf eine adiabatische Kühlanlage rund 67.000 Euro.11 Der Betrag lässt sich nicht auf andere Objekte übertragen, verdeutlicht aber, warum Sie technische Nachrüstungen vor dem Kauf zumindest grob einplanen sollten.
Zur Gesamtinvestition gehören neben dem Kaufpreis und den Erwerbsnebenkosten daher auch notwendige Umbauten, technische Nachrüstungen und der Produktionsumzug. Bei älteren Bestandsgebäuden können zudem Arbeiten an Dach, Fassade, Toren oder Gebäudetechnik anstehen.
Sind Sie Kapitalanleger, sollten Sie zusätzlich berücksichtigen, welche Kosten bei einem Mieterwechsel oder einer späteren Umnutzung entstehen können. Stark auf einen bestimmten Produktionsprozess zugeschnittene Hallen können dafür zusätzlichen Anpassungsaufwand verursachen oder es schwerer machen, einen Nachmieter zu finden.
Bei Fragen zum Immobilienwert können wir zertifizierte Sachverständige aus unserem Haus hinzuziehen. So lässt sich der Angebotspreis auch vor dem Hintergrund von Zustand, Standort und vorhandener Ausstattung beurteilen.
Industriehalle kaufen oder mieten?
Ein Kauf passt vor allem zu Unternehmen, die langfristig an einem Standort bleiben und größere Investitionen in Gebäude oder technische Infrastruktur planen. Eigene Maschinenfundamente, spezielle Leitungen oder umfangreiche Umbauten sprechen eher für einen längeren Nutzungshorizont.
Das Mieten einer Industriehalle schafft für Sie mehr Spielraum, wenn sich Kapazitäten, Produktionsverfahren oder Standortpläne kurz- oder langfristig noch verändern sollen oder müssen. Das kann zum Beispiel dann sinnvoll sein, wenn Ihr Unternehmen einen neuen Standort zunächst im Betrieb erproben möchte.
Mehr Infos zur Miete erhalten Sie unter Industriehalle mieten.
Industriehalle passend zur Produktion kaufen
Eine Industriehalle muss zu Ihrer Produktion, der benötigten Technik und Ihren langfristigen Plänen passen. Wir entwickeln mit Ihnen ein passendes Suchprofil und suchen gezielt nach öffentlichen sowie Off-Market-Angeboten. Bei geeigneten Objekten organisieren wir Besichtigungen, gehen die vorhandenen Unterlagen mit Ihnen durch und sprechen fehlende Angaben früh an, damit Sie ein möglichst geringes Risiko für eine Fehlentscheidung haben. Für Fragen zum Immobilienwert oder zur Energie können wir Fachleute aus unserem Haus hinzuziehen.
Haben Sie eine passende Halle gefunden, begleiten wir Sie mit einem festen Ansprechpartner durch die weiteren Gespräche und die Preisverhandlung bis zum Notartermin. Nutzen Sie unsere kostenlose Erstberatung, um Ihre Anforderungen an die Industriehalle mit uns zu besprechen.
Häufige Fragen zum Kauf einer Industriehalle
In diesem Abschnitt beantworten wir oft gestellte Fragen zum Kauf von Industriehallen.
Was muss ich beim Kauf einer Industriehalle beachten?
Der Ausgangspunkt bei der Suche nach einer geeigneten Industriehalle ist Ihr Produktionsprozess. Daraus ergibt sich, welcher Standort für die Halle am besten geeignet ist, welche genehmigte Nutzung Sie benötigen und was an technischer Versorgung, Tragwerk und Brandschutzvorgaben nötig ist. Außerdem entscheidet Ihre Nutzung, welche Unterlagen Sie vor dem Kauf anfordern und prüfen sollten. Bei der Kostenberechnung sollten Sie schon vor dem Kauf mögliche Umbauten und technische Nachrüstung im Blick haben, damit der reine Kaufpreis nicht über die tatsächliche Gesamtinvestition hinwegtäuscht.
Welche Genehmigungen brauche ich für eine Industriehalle?
Das ist abhängig davon, an welchem Standort Sie suchen und welche Produktionsverfahren und eingesetzten Anlagen Sie nutzen wollen. Prüfen Sie zunächst, ob Ihre Produktion durch die bestehende Baugenehmigung und den Bebauungsplan gedeckt ist. Für bestimmte Produktionsanlagen können zusätzlich Genehmigungen nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz oder anderen Fachgesetzen erforderlich sein.1 Gleichen Sie vorhandene Genehmigungen und Bescheide deshalb vor dem Kauf mit Ihrem geplanten Produktionsprozess ab.
Wie kann ich Industriehallen und Gewerbehallen unterscheiden?
Eine Industriehalle ist stärker auf Fertigung, Maschinen und technische Infrastruktur ausgerichtet. Gewerbehallen decken meist einen breiteren Mix aus Werkstatt, Service, leichter Produktion, Büro oder Lager ab.
Kann ich eine Lagerhalle als Produktionshalle nutzen?
Das ist nicht ohne Prüfung möglich. Ob eine Lagerhalle künftig als Produktionshalle genutzt werden darf, ist vom Bebauungsplan, der bestehenden Baugenehmigung und gegebenenfalls weiteren anlagenbezogenen Genehmigungen abhängig. Zusätzlich müssen Tragwerk, Stromversorgung, Lüftung und Brandschutz zur Produktion passen.
Sollte ich eine Industriehalle kaufen oder mieten?
Ein Kauf bietet sich eher für Sie an, wenn Sie einen langfristigen Standort suchen und bereit sind, größere Investitionen in Gebäude oder Technik vorzunehmen. Eine Mietlösung ermöglicht Ihnen mehr Flexibilität im Hinblick auf die Zukunft. Sie ist vor allem dann sinnvoll, wenn sich Flächenbedarf, Produktionsverfahren oder Standortpläne gegebenenfalls noch verändern oder Sie unsicher sind, was Sie genau suchen.
Kann ich eine Industriehalle als Kapitalanlage kaufen?
Ja, das ist möglich. Neben der Lage, dem Zustand und dem Kaufpreis sollten Sie dann insbesondere Mietvertrag, Mieterbonität, technische Einbauten und die spätere Nutzung durch andere Unternehmen prüfen. Bei stark spezialisierten Produktionshallen verdient die Drittverwendung besondere Aufmerksamkeit, da ein Wiederverkauf dann gegebenenfalls schwieriger sein kann.
1 §§ 4 und 16 Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) (Abruf: 02.10.2026)
2 Initiative Light Industrial / bulwiengesa: Marktbericht Nr. 24, 2. Halbjahr 2025 (Abruf: 02.10.2026)
3 Industrie- und Handelskammer Niedersachsen (IHKN): Netzengpässe für Unternehmen: IHKN richtet Meldeportal ein, 26.08.2026 (Abruf: 06.10.2026)
4 §§ 8 und 9 Baunutzungsverordnung (BauNVO) (Abruf: 02.10.2026)
5 § 1 und Anhang 1, 4. Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (4. BImSchV) (Abruf: 02.10.2026)
6 §§ 58 und 62 Wasserhaushaltsgesetz (WHG) (Abruf: 02.10.2026)
7 § 4 sowie Anhang Nr. 2.2 und 2.3 Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) (Abruf: 02.10.2026)
8 §§ 2, 80 und 85 Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) (Abruf: 02.10.2026)
9 §§ 4 und 9 Bundes-Bodenschutzgesetz (BBodSchG) (Abruf: 02.10.2026)
10 §§ 97, 98 und 311c Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) (Abruf: 02.10.2026)
11 IHK Würzburg-Schweinfurt: Projekt Energiescouts – Good Practice, LISI Automotive KKP GmbH & Co. KG. (Abruf: 5.10.2026)
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