Industriehalle verkaufen: Pro­duk­ti­ons­stand­or­te bewerten und vermarkten

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Katharina Heid
Heid Im­mo­bi­li­en­mak­ler - Kontakt Fundierte Markt­wert­ermitt­lung und professionelle Vermarktung von Wohn- und Ge­wer­be­im­mo­bi­li­en

Ihre Vorteile beim Verkauf einer Industriehalle

Immobilien-
Expertise

Bei uns erhalten Sie geballte Inhouse-Kompetenz rund um die Vermarktung und Bewertung Ihrer Immobilie.

Klare Strategie zur Vermittlung

Jede Immobilie wird individuell positioniert, mit sauberer Abstimmung der Vermarktung auf Zielgruppe und Preis.

Große Kundenkartei

Wir verfügen über Kontakte zu geprüften Interessenten, für die Ihr Objekt infrage kommen könnte.

Komplettservice bis zum Notar

Wir begleiten Sie und Ihr Objekt vom Exposé über Besichtigungen bis zur Unterschrift unter den Vertrag.

Mehrwert bei Exklusiv-Auftrag

Bei exklusivem Auftrag für mind. 1 Jahr erhalten Sie eine kostenlose Bewertung durch unsere Sach­ver­stän­di­gen.

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Wer eine Industriehalle kauft

Industriehallen sind große, oft auf bestimmte Branchen oder Abläufe spezialisierte Immobilien. Entsprechend gezielt suchen die Interessenten: Sie kaufen keine Halle, sondern einen Standort für einen bestimmten Zweck. Für Ihren Verkauf kommen vor allem drei Gruppen infrage:

  • Pro­duk­ti­ons­un­ter­neh­men: Sie suchen einen Standort, der zu ihren Anlagen passt. Für sie zählen Kran, Stromanschluss, Hallenhöhe und eine bestehende Genehmigung.
  • Investoren für Un­ter­neh­mens­im­mo­bi­li­en: Sie kaufen Hallen, die sich an einen oder mehrere Nutzer vermieten lassen. Nutzt Ihr Unternehmen die Halle nach dem Verkauf weiter, ist ein Mietvertrag mit Ihnen für sie besonders interessant.
  • Pro­jekt­ent­wick­ler: Sie interessieren sich für Standorte mit Umbau- oder Neubaupotenzial. Für sie zählen vor allem Grund­stücks­grö­ße, Lage und das, was der Bebauungsplan künftig zulässt.

Welche Gruppe am besten passt, hängt vom Zustand und von der Lage Ihrer Halle ab. Unsere Makler klären das zu Beginn und richten die Vermarktung danach aus.

Lesetipp: Ist Ihre Halle kaum noch zu nutzen und steht vor allem das Grundstück im Vordergrund? Worauf es dann beim Verkauf ankommt, lesen Sie auf unserer Seite Ge­wer­be­im­mo­bi­lie verkaufen.

Industriehalle verkaufen: Ausstattung bestimmt den Preis

Bei Industriehallen entscheidet die technische Ausstattung oft mehr über den Preis als die reine Fläche. Käufer prüfen deshalb genau, ob Anlagen funktionieren und dokumentiert sind. Halten Sie für jede wichtige Ausstattung die passenden Nachweise bereit:

Aus­stat­tung Was Käu­fer wis­sen wol­len Die­se Nach­wei­se hel­fen
Kran­bahn Trag­last, Ha­ken­hö­he, Spann­wei­te Prüf­bü­cher, letz­te Prüf­be­rich­te
Strom­an­schluss An­schluss­leis­tung, ei­ge­ne Tra­fo­sta­tion Netz­an­schluss­ver­trag, War­tungs­nach­wei­se
Bo­den­plat­te Trag­last für Ma­schi­nen und Stap­ler Sta­tik, Bau­plä­ne
Me­di­en Druck­luft, Kühl­was­ser, Gas, Ab­luft Plä­ne der Lei­tungs­füh­rung, War­tungs­pro­to­kol­le
Hal­len­hö­he und Stüt­zen­ras­ter freie Hö­he, Ab­stand der Stüt­zen Grund­ris­se, Schnit­te
Gleis­an­schluss Zu­stand und Nut­zungs­rech­te An­schluss­ver­trag mit dem Be­trei­ber

Ein besonderer Wert liegt häufig im Stromanschluss. Viele Pro­duk­ti­ons­be­trie­be brauchen hohe An­schluss­leis­tun­gen, und neue Netzanschlüsse sind vielerorts nur mit langer Vorlaufzeit zu bekommen. Eine Halle mit vorhandener Kapazität und eigener Trafostation spart einem Käufer Zeit und Kosten. Stellen Sie die An­schluss­leis­tung deshalb im Exposé klar heraus.

Lesetipp: Nutzen Sie Ihre Halle heute vor allem als Lager? Dann achten Käufer stärker auf Hallenhöhe, Bodentraglast und Mietvertrag. Mehr dazu lesen Sie auf unserer Seite Lagerhalle verkaufen.

Genehmigungen und Stilllegung beim Verkauf einer Industriehalle

Bei Industriehallen hängt der Wert eng mit den Genehmigungen zusammen. Eine bestehende Genehmigung spart einem Käufer oft viel Zeit. Gleichzeitig bringt die Stilllegung eines Pro­duk­ti­ons­be­triebs Pflichten mit sich, die Sie vor dem Verkauf kennen sollten.

Industriegebiet und zulässige Nutzung

Viele Industriehallen liegen in In­dus­trie­ge­bie­ten. Dort sind auch Betriebe zulässig, die wegen Lärm, Staub oder Erschütterungen in anderen Gebieten nicht arbeiten dürfen (§ 9 der Bau­nut­zungs­ver­ord­nung, BauNVO).² Für produzierende Käufer ist das ein wichtiges Argument, denn geeignete Flächen sind vielerorts knapp. Prüfen Sie zudem, ob Bebauungsplan und Baugenehmigung die bisherige Produktion abdecken. Weichen sie voneinander ab, sollten Sie das vor der Vermarktung klären, denn Käufer und Banken fragen danach.

Genehmigung nach dem Bundes-Im­mis­si­ons­schutz­ge­setz

Bestimmte Pro­duk­ti­ons­an­la­gen brauchen eine Genehmigung nach dem Bundes-Im­mis­si­ons­schutz­ge­setz (BImSchG). Sie ist an die Anlage gebunden und für einen Käufer aus derselben Branche oft viel wert, denn ein neues Ge­neh­mi­gungs­ver­fah­ren kann Monate dauern.

Wichtig: Die Genehmigung erlischt, wenn die Anlage mehr als drei Jahre nicht betrieben wurde (§ 18 Abs. 1 BImSchG).³ Auf Antrag kann die Behörde die Frist aus wichtigem Grund verlängern. Diesen Antrag sollten Sie rechtzeitig vor Ablauf stellen. Planen Sie den Verkauf am besten so, dass die Übergabe deutlich vor Ablauf der drei Jahre erfolgt.

Geschäftsführerin Katharina Heid

Das Wertvollste an einer Industriehalle ist manchmal nicht das Gebäude, sondern die Genehmigung. Eine Halle, in der seit Jahren genehmigt Metall verarbeitet wird, ist für einen Käufer aus derselben Branche oft mehr wert als ein Neubau, für den er erst ein Verfahren durchlaufen müsste. Wer diese Genehmigung bis zum Verkauf erhält, verkauft deutlich mehr als Fläche.

Ge­schäfts­füh­re­rin Katharina Heid

Pflichten nach der Stilllegung

Legen Sie eine genehmigte Anlage still, müssen Sie die beabsichtigte Be­triebs­ein­stel­lung der Behörde anzeigen und dabei angeben, wie Sie Ihre Pflichten nach der Stilllegung erfüllen (§ 15 Abs. 3 BImSchG).⁴ Als Betreiber müssen Sie sicherstellen, dass vom Grundstück keine schädlichen Um­welt­ein­wir­kun­gen ausgehen, Abfälle ordnungsgemäß entsorgt werden und ein ordnungsgemäßer Zustand wie­der­her­ge­stellt werden kann (§ 5 Abs. 3 BImSchG).⁵

Für den Verkauf bedeutet das: Klären Sie früh, welche Rückbau- und Sa­nie­rungs­ar­bei­ten anstehen und wer sie übernimmt. Diese Punkte gehören in den Kaufvertrag und beeinflussen den Preis. Die Unterlagen, die Sie für die Behörde erstellen, helfen auch Käufern bei der Einschätzung. Fragen zu Rückbau und Altlasten ordnen wir mit Fachleuten aus unserem Haus ein.

Wert einer Industriehalle vor dem Verkauf ermitteln

Für Industriehallen gibt es selten Ver­gleichs­ver­käu­fe. Unsere Sach­ver­stän­di­gen wählen das Verfahren deshalb nach Objekt und verfügbaren Marktdaten. Bei vermieteten oder gut vermietbaren Hallen spielt der Ertragswert eine wichtige Rolle, bei stark spezialisierten Pro­duk­ti­ons­ge­bäu­den eher der Sachwert. Mehr zu den Verfahren lesen Sie im Ratgeber zum Marktwert beim Im­mo­bi­li­en­ver­kauf.

Wenn die Halle wirtschaftlich überholt ist

Manche Industriehallen sind so alt oder so speziell, dass sich kein Käufer für das Gebäude findet. Dann behandeln Sachverständige die Immobilie als sogenanntes Li­qui­da­ti­ons­ob­jekt. Steht der Abriss zeitnah an, ergibt sich der Wert im Kern aus dem Bodenwert, abzüglich der Kosten für Abriss und Freilegung. Ist der Abriss erst später vorgesehen, berücksichtigen unsere Sach­ver­stän­di­gen auch die Nutzung bis dahin (§ 8 Abs. 3 und § 43 der Im­mo­bi­li­en­wert­ermitt­lungs­ver­ord­nung, ImmoWertV).⁶

Das ist eine realistische Grundlage für die Verhandlung, denn sie entspricht auch der Kalkulation interessierter Pro­jekt­ent­wick­ler. Ein Wertgutachten, das die Abrisskosten fundiert beziffert, schützt Sie vor überhöhten Abschlägen.

Große Hallen teilen und mehr Käufer erreichen

Sehr große Hallen sprechen nur wenige Käufer an. Lässt sich die Fläche in mehrere Einheiten aufteilen, wird sie auch für mit­tel­stän­di­sche Betriebe und Investoren interessant, die Flächen an mehrere Nutzer vermieten möchten. Voraussetzungen sind in der Regel eigene Zugänge und Tore, getrennte Brandabschnitte und separate Zähler für Strom und Medien. Ob eine Teilung baulich und rechtlich möglich ist und sich rechnet, prüfen wir mit Ihnen vor dem Ver­mark­tungs­start.

Ablauf beim Verkauf einer Industriehalle in 5 Schritten

Der Verkauf eines Pro­duk­ti­ons­stand­orts läuft oft parallel zur Stilllegung oder Verlagerung des Betriebs. Unsere Makler stimmen die Schritte deshalb eng mit Ihrem Zeitplan ab:

  1. Erstgespräch und Zeitplan: Wir klären, wann die Produktion endet, welche Anlagen bleiben und welche Genehmigungen bestehen, und behalten deren Fristen im Blick.
  2. Besichtigung und Bewertung: Unsere Makler erfassen Halle, Ausstattung und Grundstück. Unsere Sach­ver­stän­di­gen ermitteln den Wert. Bei exklusivem Maklerauftrag über 12 Monate ist das Gutachten für Sie kostenlos.
  3. Unterlagen und Exposé: Wir stellen Nachweise zu Kran, Stromanschluss, Genehmigungen und Altlasten zusammen und erstellen das Exposé.
  4. Gezielte Ansprache: Wir sprechen Pro­duk­ti­ons­un­ter­neh­men, Investoren und Pro­jekt­ent­wick­ler aus unserer Kundenkartei an, auf Wunsch zunächst vertraulich.
  5. Verhandlung und Notartermin: Wir verhandeln für Sie, auch über Rückbau und Übergabezustand, bereiten den Notartermin mit vor und begleiten Sie bis zur Übergabe.

Was unsere Makler beim Verkauf von Industriehallen auszeichnet

Industriehallen verlangen technisches Verständnis. Unsere Makler arbeiten deshalb eng mit den zertifizierten Sach­ver­stän­di­gen der Heid-Un­ter­neh­mens­grup­pe zusammen, darunter auch Fachleute für Statik und Altlasten. So können wir Fragen zu Tragwerk, Bodenbelastung oder Rückbau einordnen, bevor ein Käufer sie stellt.

Als Gewerbemakler vermitteln wir Pro­duk­ti­ons­stand­or­te bundesweit, auch an Pro­jekt­ent­wick­ler, die Standorte neu entwickeln. Verlagern Sie Ihre Produktion und suchen einen neuen Standort? Auch dabei unterstützen wir Sie, mehr dazu auf unserer Seite Industriehalle kaufen.

Fazit: Beim Verkauf einer Industriehalle zählt das Timing

Eine Industriehalle verkaufen Sie am besten, solange Anlagen und Anschlüsse dokumentiert und Genehmigungen wirksam sind. Steht eine nach dem Bundes-Im­mis­si­ons­schutz­ge­setz genehmigte Anlage länger als drei Jahre still, erlischt ihre Genehmigung, sofern die Behörde die Frist nicht verlängert hat.³ Nachweise zu Kran, Stromanschluss und Bodenplatte stärken Ihre Ver­hand­lungs­po­si­ti­on. Planen Sie Stilllegung und Verkauf deshalb gemeinsam, damit keine Genehmigung verfällt und Rück­bau­pflich­ten klar geregelt sind.

Bereiten Sie die Stilllegung Ihres Standorts vor? Dann ist jetzt ein guter Zeitpunkt für ein erstes Gespräch mit unseren Maklern. Bei einem exklusiven Maklerauftrag über 12 Monate ermitteln unsere Sach­ver­stän­di­gen den Wert Ihrer Industriehalle kostenlos.

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André Heid
Heid Im­mo­bi­li­en­mak­ler - Kontakt Fundierte Markt­wert­ermitt­lung und professionelle Vermarktung von Wohn- und Ge­wer­be­im­mo­bi­li­en

Häufige Fragen zum Verkauf einer Industriehalle

Beim Verkauf eines Pro­duk­ti­ons­stand­orts stellen sich andere Fragen als bei einer gewöhnlichen Ge­wer­be­im­mo­bi­lie. Hier finden Sie Antworten auf die wichtigsten.

Muss ich meine Maschinen vor dem Verkauf der Industriehalle abbauen?

Nicht unbedingt. Fest eingebaute Anlagen wie Kranbahnen bleiben in der Regel in der Halle. Bei Maschinen hängt es davon ab, ob der Käufer sie weiter nutzen möchte. Je nach vereinbartem Verkaufsumfang beziehen wir vorhandene Ausstattung in die Vermarktung ein.

Bauen Sie nichts vorschnell ab. Ein Käufer aus Ihrer Branche kann an bestimmten Anlagen interessiert sein, und ein unnötiger Rückbau kostet Sie Geld.

Kann ich meine Industriehalle verkaufen, solange noch produziert wird?

Ja. Der Verkauf kann beginnen, während der Betrieb noch läuft. Das hat Vorteile: Käufer sehen die Anlagen in Betrieb, und Genehmigungen bleiben wirksam.

Im Kaufvertrag vereinbaren Sie dann einen Übergabetermin nach Produktionsende. Alternativ mieten Sie die Halle nach dem Verkauf für eine Übergangszeit zurück.

Lohnt es sich, meine Industriehalle vor dem Verkauf zu teilen?

Das hängt von Größe, Zuschnitt und Lage ab. Eine Teilung kann den Käuferkreis deutlich erweitern, verursacht aber Kosten für Tore, Brandschutz und getrennte Anschlüsse.

Oft reicht es, im Exposé aufzuzeigen, wie sich die Halle teilen lässt. Die Entscheidung trifft dann der Käufer. Wir prüfen mit Ihnen, welcher Weg sich für Ihren Standort rechnet.

Wer trägt die Kosten, wenn die Halle abgerissen werden muss?

Das regelt der Kaufvertrag. In der Praxis berücksichtigen Käufer die Abrisskosten meist im Kaufpreis und übernehmen den Abriss selbst. Die Kosten für Abriss und Freilegung mindern dann den Wert.

Ein Gutachten, das diese Kosten klar beziffert, ist deshalb eine wichtige Ver­hand­lungs­grund­la­ge. Pflichten aus der Stilllegung einer genehmigten Anlage entfallen durch den Verkauf aber nicht automatisch (§ 5 Abs. 3 BImSchG).⁵ Klären Sie vor dem Ver­trags­ab­schluss, welche Maßnahmen Sie als bisheriger Betreiber noch erfüllen müssen.

Wie finde ich einen Käufer für eine sehr spezielle Industriehalle?

Spezielle Hallen brauchen eine gezielte Ansprache statt eines breiten Inserats. Wir sprechen Unternehmen aus Branchen an, für die Ihre Ausstattung passt, und Investoren, die Standorte für mehrere Nutzer entwickeln.

Ist das Gebäude kaum noch zu nutzen, rücken Pro­jekt­ent­wick­ler in den Fokus. Für sie zählen vor allem Grundstück, Planungsrecht und Erschließung.