Hotel kaufen: Die passende Hotelimmobilie finden
Wer ein Hotel kaufen möchte, kauft mehr als eine Immobilie: Hinter dem Objekt steht ein laufender Betrieb, und dessen Kennzahlen zählen oft mehr als die Sterne, mit denen im Januar 2026 über 6.000 Hotels in Deutschland klassifiziert waren.¹ Besonders aussagekräftig ist der RevPAR (Revenue per Available Room), also der Umsatz je angebotenem Zimmer. Unsere Hotelmakler begleiten Sie von der Suche bis zum Kauf und beraten Sie zu den Kennzahlen, auf die es bei Ihrem Vorhaben ankommt, ob Weiterführung, Kette oder Kapitalanlage.
Ihre Vorteile beim Kauf eines Hotels
Immobilien-Expertise
Bei uns erhalten Sie geballte Inhouse-Kompetenz rund um die Vermarktung und Bewertung Ihrer Immobilie.
Kompetente Betreuung
Unsere Makler unterstützen Sie rund um Kauf & Verkauf sämtlicher Immobilienarten.
Komplettservice bis zum Notar
Wir begleiten Sie und Ihr Objekt vom Exposé über Besichtigungen bis zur Unterschrift unter den Vertrag.
Kurzfristige Termine möglich
Unsere Makler nehmen kurzfristige Aufträge entgegen. Kontaktieren Sie uns schriftlich oder telefonisch.
Persönliche Ansprechpartner
Sie wissen jederzeit, wer für Ihre Immobilie verantwortlich ist: Wir setzen auf Persönlichkeit statt Anonymität.
Das Wichtigste in Kürze
- Standort und Zielgruppe prüfen: Tourismusregion, Geschäftsreisende oder beides. Die Lage entscheidet über das realistische Ertragspotenzial.
- Geplante Nutzung definieren: Schon bei der Suche nach dem geeigneten Objekt macht es einen Unterschied, ob Sie ein Hotel selbst weiterführen, es zur Expansion nutzen, investieren oder umwandeln möchten.
- Wirtschaftliche Kennzahlen einsehen: Daten zur Auslastung, RevPAR und die Gewinn- und Verlustrechnungen der letzten Jahre sind aussagekräftiger als die Sternekategorie eines Hotels.
- Hotelart und Betriebsform klären: Ob Stadthotel, Boardinghouse oder Wellnesshotel, ob Eigentümer- oder Pachtbetrieb: Beides beeinflusst Kennzahlen, Kaufprozess und Wertermittlung.
- Konzession und Genehmigungen prüfen: Für den Ausschank von Alkohol und die Bewirtung externer Gäste ist je nach Bundesland eine gaststättenrechtliche Erlaubnis erforderlich. Eine Gewerbeanmeldung ist für den Betrieb eines Hotels immer notwendig.
- Instandhaltungsstau einschätzen: Renovierungsbedarf wirkt sich direkt auf den Ertragswert und nötige Rückstellungen aus.
Das ist wichtig beim Kauf eines Hotels
Aus welchem Grund möchten Sie ein Hotel kaufen? Wenn Sie diese Frage beantworten, haben Sie bereits die erste wichtige Entscheidung getroffen. Denn Ihre Pläne bestimmen ganz maßgeblich, nach welcher Art Hotelimmobilie Sie suchen und damit auch, worauf Sie achten sollten. Hier lesen Sie, welche Kennzahlen und Daten für welches Vorhaben wichtig sind.
Sie möchten ein Hotel kaufen und selbst weiterführen
Das eigene Hotel als Start in die Selbstständigkeit: Möchten Sie ein bestehendes Hotel übernehmen, um es selbst weiterzuführen, steht die Frage nach der Wirtschaftlichkeit im Vordergrund. Nur wenn ein Hotel in den vergangenen Jahren erfolgreich geführt wurde und auch in Zukunft wirtschaftlich weitergeführt werden kann, ist es interessant. Sie sollten sich die folgenden Bereiche anschauen:
- Jahresabschlüsse der letzten drei bis fünf Jahre: Sie zeigen, wie sich Umsatz und Gewinn entwickelt haben, auch über konjunkturelle Schwankungen hinweg.
- Gästezahlen und Stammgäste: Steigende oder stabile Gästezahlen und ein fester Stamm an Wiederkehrern sprechen für eine gesunde Nachfrage.
- Bestehende Verbindlichkeiten: Offene Kredite, Leasingraten oder Forderungen von Lieferanten wirken sich direkt auf die tatsächliche Wirtschaftlichkeit aus.
- Personalstruktur: Ein eingespieltes Team erleichtert die Übernahme erheblich. Bei einem Betriebsübergang gehen die Arbeitsverhältnisse auf Sie über.
- Wettbewerb vor Ort: Wie viele ähnliche Hotels gibt es in der Umgebung, und wodurch hebt sich das Objekt von ihnen ab?
Gut zu wissen: Die Corona-Pandemie war für die Hotellerie ein herber Einschnitt. Viele Hoteliers mussten angesichts der Einschränkungen schließen, andere haben hohe Kredite aufgenommen, um die schwere Zeit zu überstehen. Schauen Sie sich genau an, wie sich die Gästezahlen nach der Pandemie entwickelt haben und welche Verbindlichkeiten aus dieser Zeit noch bestehen.
Sie suchen ein Hotel als Investitionsobjekt
Sie planen, in ein Hotel zu investieren? Auch in diesem Fall ist die Wirtschaftlichkeit von größerer Bedeutung. Schauen Sie sich die wichtigsten Kennzahlen an, um einen Eindruck davon zu bekommen, wie sich das Geschäft in den vergangenen Jahren entwickelt hat. Immerhin möchten Sie den Wert Ihrer Investition steigern. Dementsprechend sollte das Hotel in den vergangenen Jahren ein stetiges Wachstum aufweisen und auch mit Blick in die Zukunft Wachstumspotenzial haben. Wichtige Indikatoren dafür sind die folgenden Daten:
- Gästezuwachs pro Jahr: Ein stetiges Wachstum der Gästezahlen deutet auf eine positive Entwicklung hin.
- RevPAR im Vergleich: Liegt das Hotel beim Umsatz pro Zimmer über oder unter ähnlichen Häusern am Standort?
- Investitionspotenzial: Können Sie den Umsatz durch zusätzliche Zimmer, einen Spa-Bereich oder Tagungsräume relativ zum notwendigen Invest weiter steigern?
- Marktentwicklung am Standort: Wächst die Nachfrage von Urlaubern oder Geschäftsreisenden in der Region, spricht das für weiteres Wertsteigerungspotenzial.
Als Kapitalanleger führen Sie das Hotel meist nicht selbst, sondern verpachten es an einen Betreiber. Worin sich beide Modelle unterscheiden, lesen Sie weiter unten im Abschnitt zu Eigentümer- und Pachtbetrieb. Neben Bestandshotels vermitteln unsere Hotelmakler auch Neubauprojekte und Projektentwicklungen für Hotels, etwa von Bauträgern und Projektentwicklern, an Kapitalanleger.
Das Hotel soll Teil einer Kette werden
Sicherlich spielt auch hier die Wirtschaftlichkeit eine wichtige Rolle. Allerdings ist bei der Expansion einer Kette auch die Passung zum Konzept des Unternehmens interessant. Haben Sie beispielsweise eine Kette für Wellnesshotels, sollte auch das neue Objekt den Standards Ihrer Hotels entsprechen. Ist das nicht der Fall, sollte zumindest die Möglichkeit bestehen, entsprechende Umbauten und Veränderungen in Ihrem Sinne vorzunehmen, beispielsweise die Erweiterung einer bereits vorhandenen Saunalandschaft oder die Vergrößerung der Zimmer.
Sie möchten das Hotel kaufen und umwandeln
Nicht immer planen Käufer, ein Hotel zu übernehmen und als solches weiterzuführen. Wenn Sie die Immobilie kaufen und umwandeln möchten, wird der bestehende Betrieb geschlossen. In diesem Fall sind beispielsweise Zahlen zu Gästen und Wirtschaftlichkeit des Hotelbetriebes weniger interessant. Achten Sie deshalb vor allem auf Faktoren, die für Ihre Pläne wichtig sind. Möchten Sie beispielsweise die Hotelzimmer in Serviced Apartments umwandeln, sind unter anderem die Lage, die Umbaumöglichkeiten der Räume und bereits vorhandene technische Ausstattung für die geplanten Services interessant.
Welche Hotelart passt zu Ihnen? Unterschiede beim Kauf
Wer eine Hotelimmobilie kaufen möchte, sollte die Hotelart kennen: Sie bestimmt Kennzahlen, Risiken und Genehmigungsfragen. Diese Punkte sollten Sie je nach Hotelart prüfen:
| Hotelart | Worauf Sie beim Kauf achten |
|---|---|
| Bed & Breakfast | Bei Inhaberbetrieben zählt die Bindung der Stammgäste, bei Kettenmarken der Franchise- oder Pachtvertrag. |
| Boardinghouse | Lassen Sie die genehmigte Nutzung prüfen: Boardinghäuser liegen zwischen Wohnen und Beherbergung, die Einstufung hängt vom Einzelfall ab.² |
| Businesshotel | Fragen Sie nach dem Anteil der Firmenkunden und nach Rahmenverträgen, denn Großkunden bestimmen Auslastung und Umsatz. |
| Hostel | Bei Schlafsälen zählt jedes Bett, denn ab bestimmten Bettenzahlen gelten strengere Brandschutzregeln (siehe Abschnitt zu Zustand und Instandhaltung). |
| Kurhotel | Fragen Sie, ob der Ort sein Prädikat als Heilbad oder Kurort dauerhaft behält, denn das regeln die Länder.³ |
| Serviced Apartments | Klären Sie die baurechtliche Abgrenzung zwischen Beherbergung und Wohnen sowie die Eigentumsstruktur der Apartments. |
| Strandhotel | Prüfen Sie die Auslastung außerhalb der Badesaison sowie Versicherungsschutz und Instandhaltung durch Salzluft und Sturm. |
| Wellnesshotel | Lassen Sie Wasseraufbereitung und Haustechnik prüfen. Badewasser in Gewerbebetrieben muss gesundheitlich unbedenklich sein und wird vom Gesundheitsamt überwacht.⁴ |
Sie bevorzugen eher historische Objekte, um ein neues Hotel darin zu eröffnen? Gerne informieren wir Sie über die Besonderheiten, wenn Sie ein Schloss kaufen, eine Burg kaufen oder ein Gutshaus kaufen möchten. Unsere Hotelmakler finden für Sie die Objekte, die zu Ihrem Vorhaben passen.
Diese Rolle spielen Lage und Standortqualität
Bei Hotelimmobilien ist die Standortqualität ein wichtiger Werttreiber: regionale, infrastrukturelle, demografische und wirtschaftliche Faktoren sind für die Bewertung des Hotels wichtig. Das gilt besonders dann, wenn Sie das Hotel weiterführen, als Investitionsmöglichkeit nutzen oder zum Teil einer Kette machen möchten. Die folgenden Dinge sollten Sie beachten:
- Attraktivität der Region: Befindet sich der Standort des Hotels in einer Tourismusregion, die auch langfristig attraktiv für Urlaubsgäste ist, ist das ein Plus. Ebenfalls positiv zu werten ist eine Ausrichtung auf Geschäftsreisende, etwa weil das Hotel in der Nähe eines Messestandortes liegt oder aufgrund der Nähe zu großen Unternehmen von Geschäftsreisenden genutzt wird.
- Region passt zum Konzept: Während Geschäftsreisende und Touristen in Städten vor allem auf eine zentrale Lage wert legen, möchten Wellnessgäste entspannen. Sie bevorzugen daher eher ein großes ruhig gelegenes Areal. Achten Sie darauf, dass die Lage zu dem von Ihnen geplanten Hotelkonzept passt.
- Anbindung: Zur Lage gehört immer auch die Verkehrsanbindung. Erreichen Gäste das Hotel gut mit Bahn und Auto? Liegt es vielleicht sogar in Flughafennähe? Eine gute Anbindung nützt Geschäftsreisenden ebenso wie Touristen.
- Wettbewerbsumfeld und Marktpositionierung vor Ort: Prüfen Sie die Konkurrenz vor Ort. Gibt es bereits ähnliche Angebote? Sind weiterhin genug Gäste für alle Standorte zu erwarten?
Hotel kaufen: Eigentümerbetrieb oder Pachtbetrieb?
Ein zentraler Unterschied ist bei Hotelimmobilien die Betriebsform. Wenn Sie planen, das Hotel weiterzuführen, können Sie das als Eigentümer selbst übernehmen oder das Objekt an einen Betreiber verpachten. Ob Sie das Hotel kaufen, um daraus einen Eigentümerbetrieb oder einen Pachtbetrieb zu machen, beeinflusst sowohl den unternehmerischen Aufwand für Sie als auch die Bewertung des Objektes.
| Kriterium | Eigentümerbetrieb | Pachtbetrieb |
|---|---|---|
| Tagesgeschäft | Sie selbst oder Ihr angestelltes Management | Der Pächter |
| Einnahmen | Betriebsgewinn, schwankt mit Auslastung und Zimmerpreisen | Vereinbarte Pacht, fest oder umsatzabhängig |
| Unternehmerisches Risiko | Liegt vollständig bei Ihnen | Liegt überwiegend beim Pächter, Ihr Ertrag hängt von dessen Bonität ab |
| Personal | Arbeitsverhältnisse gehen bei Betriebsübergang auf Sie über | Beim Pächter angestellt |
| Instandhaltung | Tragen Sie vollständig | Aufteilung laut Pachtvertrag, häufig „Dach und Fach“ beim Eigentümer |
| Geeignet für | Hoteliers und Quereinsteiger mit Branchenerfahrung | Kapitalanleger und Investoren |
Beim Pachtbetrieb lohnt ein genauer Blick in den bestehenden Pachtvertrag: Laufzeit, Wertsicherungsklausel, umsatzabhängige Anteile und die Verteilung der Instandhaltungskosten bestimmen, wie verlässlich Ihre Einnahmen wirklich fließen.
Wirtschaftliche Kennzahlen, die beim Hotelkauf zählen
Anders als bei klassischen Gewerbeimmobilien reicht bei einem Hotel der Blick auf die Immobilie nicht aus. Hinter dem Objekt steht ein laufender Betrieb, und dessen betriebswirtschaftliche Kennzahlen entscheiden, ob sich der Kauf lohnt.
Klassische Werte, die auch in anderen Branchen eine Aussage über die Wirtschaftlichkeit des Betriebes zulassen, sind der Gewinn vor Zinsen und Steuern, der Cashflow und die Investitionsausgaben.
Hinzu kommen hotelspezifische Kennzahlen:
- Auslastung: Der Anteil der belegten im Verhältnis zu allen angebotenen Zimmern. Prüfen Sie die Daten mehrerer Jahre, um festzustellen, ob die Auslastung dauerhaft stabil ist und sich im besten Fall sogar positiv entwickelt.
- ADR (Average Daily Rate): Der durchschnittlich erzielte Zimmerpreis zeigt, in welchem Preissegment sich das Hotel bewegt und wie viel Spielraum nach oben besteht.
- RevPAR: Dieser Wert verknüpft Auslastung und Zimmerpreis und zeigt, wie wirtschaftlich das Hotel seine Kapazitäten nutzt.
- Vertriebskosten pro Buchung (Cost per Booking, CPB): Hohe Provisionen an Buchungsportale drücken die Marge. Viele Direktbuchungen und Stammgäste sind ein Plus.
- Gewinn- und Verlustrechnungen (GuV): Sie zeigen die wirtschaftliche Lage unabhängig von der Außendarstellung.
Als weiche Kennzahl sollten Sie außerdem die Bewertungen auf Buchungs- und Bewertungsportalen prüfen. Die Sterne sagen dagegen wenig über die Rentabilität aus: Die Klassifizierung durch den Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) ist freiwillig und bewertet vor allem Ausstattung und Service. Anfang 2026 trugen 6.076 Hotels in Deutschland Sterne, 3.484 davon drei Sterne.¹
Rechenbeispiel: Warum der höhere Zimmerpreis nicht automatisch gewinnt
Hotel A hat 40 Zimmer, erzielt einen durchschnittlichen Zimmerpreis von 140 Euro und ist zu 55 Prozent ausgelastet. Hotel B hat ebenfalls 40 Zimmer, verlangt nur 110 Euro, ist aber zu 75 Prozent ausgelastet. Der RevPAR (Zimmerpreis mal Auslastung) liegt bei Hotel A bei 77 Euro, bei Hotel B bei 82,50 Euro. Aufs Jahr gerechnet erwirtschaftet Hotel B damit rund 80.300 Euro mehr Umsatz mit Übernachtungen, obwohl es günstiger ist.
Zustand und Instandhaltungsstau bei Hotelimmobilien
Wie oben bereits erwähnt, spielt beim Kauf eines Hotels der Betrieb an sich eine große Rolle. Dennoch darf die Hotelimmobilie selbst in der Prüfung nicht zu kurz kommen. Einerseits ist der erste Eindruck des Hotels und der Ausstattung wichtig. Die folgenden Fragen sollten Sie auf Basis der Unterlagen und der Besichtigung des Objektes beantworten können:
- Scheint alles in einem guten Zustand zu sein oder fallen Ihnen Mängel auf?
- Wirkt das Hotel modern oder macht es einen angestaubten Eindruck?
- Passt der Schnitt der Räume zu Ihrem Vorhaben?
- Sind alle Vorschriften für Arbeitsplätze, wie zum Beispiel Umkleiden für das Personal, erfüllt?
- Sind bauliche Vorschriften und Brandschutzvorschriften erfüllt?
- Gibt es offensichtlichen Renovierungsbedarf?
Gerade die Frage nach nötigen Renovierungen wirkt sich auf den Wert eines Hotels aus. Gibt es hier einen Rückstand, können Sie das Hotel selbst zwar zu einem günstigeren Preis erwerben, allerdings müssen Sie mit Folgekosten für Baumaßnahmen rechnen.
Beim Brandschutz lohnt ein Blick auf die Bettenzahl: Die Muster-Beherbergungsstättenverordnung (MBeVO), an der sich die Landesverordnungen orientieren, gilt für Häuser mit mehr als zwölf Gastbetten. Ab mehr als 60 Gastbetten verlangt sie zusätzlich eine Brandmeldeanlage.⁵ Für Ihre Mitarbeitenden schreibt die Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) bei mehr als zehn Beschäftigten einen Pausenraum oder Pausenbereich vor.⁶ Umkleideräume sind Pflicht, wenn das Personal besondere Arbeitskleidung trägt und sich nicht in einem anderen geeigneten Raum umziehen kann. Solche Fragen greifen unsere Hotelmakler bei Bedarf gemeinsam mit den passenden Fachleuten auf und klären den weiteren Prüfbedarf.
So wird der Wert eines Hotels ermittelt
Da bei Hotels der Ertrag im Vordergrund steht, kommt vorrangig das Ertragswertverfahren nach der Immobilienwertermittlungsverordnung (ImmoWertV) zum Einsatz.⁷ Ergänzend ermitteln Sachverständige mit der sogenannten Pachtwertmethode, welche Pacht ein Betreiber am Markt nachhaltig zahlen würde.
- Ertragswertverfahren (§§ 27 ff. ImmoWertV): Der Wert ergibt sich aus dem Bodenwert und den Erträgen, die das Hotel nach Abzug der Bewirtschaftungskosten nachhaltig erwirtschaftet.
- Vergleichswertverfahren: Der Kaufpreis wird mit tatsächlich erzielten Preisen ähnlicher Hotels abgeglichen. Da es davon selten genug verlässliche Informationen gibt, dient das Verfahren meist nur als Ergänzung.
- Discounted-Cashflow-Verfahren (DCF): Die international gebräuchliche, in der ImmoWertV nicht geregelte Methode prognostiziert die Zahlungsströme der kommenden Jahre einzeln und zinst sie auf den heutigen Wert ab. Sie kommt vor allem bei größeren Objekten und internationalen Investoren zum Einsatz.
Gut zu wissen: Haben Sie ein Hotel im Blick, das nicht wirtschaftlich weitergeführt werden kann, welches Sie gerne umwandeln möchten, ist das Ertragswertverfahren nicht für die Bewertung geeignet. Der Wert des Objektes richtet sich an dieser Stelle stärker nach dem Grundstücks- und Bodenwert, sowie der Immobilie selbst und den Umbaumöglichkeiten.
Viele Kaufinteressenten schauen zuerst auf den Zimmerpreis. Aussagekräftiger ist der Vergleich des RevPAR mit dem Jahr 2019: Liegt ein Hotel heute darunter, obwohl die Zimmerpreise gestiegen sind, hat es Gäste verloren. Genau das sollte sich im Kaufpreis widerspiegeln.
Geschäftsführerin Katharina Heid
Bei uns erhalten Sie gebündelte Kompetenz unter einem Dach: Langjähriges und aktuelles Fachwissen rund um Immobilien und deren Verkauf, gepaart mit praxiserprobtem Know-how von zertifizierten Sachverständigen, Energieberatern und Maklern.
So läuft der Kauf eines Hotels ab
Der Kauf eines Hotels ähnelt in weiten Teilen dem Kauf anderer Gewerbeimmobilien, bringt durch den laufenden Betrieb aber zusätzliche Prüfschritte mit sich. Es dauert oft Monate, ein passendes Objekt zu finden. Wie lange die einzelnen Schritte dauern, hängt stark von Objektgröße, Unterlagen und Finanzierung ab.
1. Anforderungen klären: Am Anfang stehen Ihre Pläne. Im Erstgespräch gehen wir gemeinsam durch, wonach Sie konkret suchen. Dabei ist die wichtigste Information für uns, ob Sie ein Hotel suchen, um es weiterzuführen, als Kapitalanlage zu halten, in eine Kette zu integrieren oder umzuwandeln. Außerdem sagen Sie uns, an welches Budget und welche Region Sie gedacht haben. Sprechen Sie früh mit Ihrer Bank, denn Hotelfinanzierungen gelten als Spezialfinanzierungen und brauchen Vorlauf.
2. Objekt suchen: Unsere Hotelmakler stellen Ihnen passende Exposés zusammen, auch aus Off-Market-Angeboten, die nicht öffentlich inseriert werden. Je nach Objekt und vereinbartem Verkaufsumfang gehören auch Inventar und betriebliche Ausstattung zum Angebot.
3. Unterlagen und Kennzahlen prüfen: Nach einer Vertraulichkeitsvereinbarung erhalten Sie Jahresabschlüsse, Belegungsstatistiken und Verträge der ausgewählten Objekte. Unsere Hotelmakler werten mit Ihnen RevPAR, Auslastung und GuV aus, je nach Vorhaben ergänzt um weitere Kennzahlen.
4. Besichtigung: Wir planen und begleiten die Besichtigung und achten dabei auf Zustand, Ausstattung, Brandschutz und Renovierungsbedarf. Bei Fragen zur Immobilie ziehen wir unsere Sachverständigen und Energieberater zu Rate, kostenlos als Teil unserer Maklerbetreuung. Unser Tipp: Übernachten Sie vorab einmal als Gast im Hotel, am besten außerhalb der Hauptsaison.
5. Verträge und Personal prüfen: Bei einer Betriebsübernahme gehen die Arbeitsverhältnisse nach § 613a BGB auf Sie über.⁸ Der bisherige Inhaber informiert die Mitarbeitenden vorab schriftlich. Diese haben dann einen Monat Zeit, dem Übergang zu widersprechen. Pacht-, Liefer-, Leasing- und Wartungsverträge sichten wir gemeinsam mit Ihnen, die rechtliche Prüfung übernimmt Ihr Anwalt.
6. Kaufvertrag verhandeln: Wir unterstützen Sie bei den Vertragsverhandlungen, idealerweise gemeinsam mit einem Anwalt für Gewerbe- beziehungsweise Immobilienrecht.
7. Notartermin und Übergabe: Der Notar beurkundet den Kaufvertrag. Nach Zahlung des Kaufpreises übernehmen Sie das Hotel zum vereinbarten Stichtag, Eigentümer werden Sie mit der Eintragung im Grundbuch. Auch bei der Übergabe begleiten wir Sie.
Was unsere Hotelmakler auszeichnet
Ein Hotel kaufen Sie nicht wie eine Wohnung: Betrieb, Pachtverträge und Kennzahlen verlangen Branchenwissen. Genau darauf sind unsere Hotelmakler spezialisiert.
- Branchenkenntnis im Hotel- und Gastronomiesegment: Wir kennen Kennzahlen und Besonderheiten vom Stadthotel bis zum Ferienhotel und wissen, worauf Käufer je nach Hotelart achten.
- Erfahrung mit Pacht- und Betreiberverträgen: Wir sichten mit Ihnen Laufzeit, Wertsicherung und Instandhaltungsregeln bestehender Pachtverträge, damit Sie Ihre Einnahmen realistisch einschätzen.
- Kontakte zu Betreibern und Investoren: Wir bringen Käufer und passende Betreiber zusammen und bieten Hotels auch außerhalb öffentlicher Portale an.
Mit klarem Plan zum passenden Hotel
Beim Kauf eines Hotels kommt es vor allem darauf an, dass Sie einen klaren Plan für die weitere Nutzung haben. Möchten Sie das Hotel selbst weiterführen, zum Teil einer bestehenden Kette machen oder zur Wertsteigerung investieren, brauchen Sie einen Überblick über die wirtschaftliche Lage des Betriebes. Ob Stadthotel, Boardinghouse oder Wellnesshotel: Die Hotelart bestimmt, welche Kennzahlen und Risiken für Sie zählen. Unsere Makler mit Sachverstand begleiten Sie gern von der ersten Sichtung passender Objekte bis zur Vertragsunterzeichnung beim Notar. Planen Sie stattdessen, Ihr Hotel zu verkaufen, lesen Sie mehr dazu auf der Seite zu diesem Thema.
Häufige Fragen an unsere Hotelmakler
In diesem Abschnitt geben unsere Hotelmakler getreu des Mottos „Wissen, das verkauft“ Antworten auf oft gestellte Fragen von Interessenten, die ein Hotel kaufen oder verkaufen möchten. Für ein persönliches Gespräch erreichen Sie uns unter 0158 – 884 916 68.
Was kostet mich ein Hotel?
Der Preis hängt von Hotelart, Lage, Größe und Ertragslage ab und lässt sich nicht pauschal beziffern, da bei einem Hotel nicht nur die Immobilie selbst, sondern auch wirtschaftliche Kennzahlen den Wert beeinflussen. Unsere Makler mit Sachverstand helfen Ihnen dabei, das passende Objekt zu finden und den Wert eines Hotels einzuschätzen.
Was bedeutet Pacht- oder Eigentümerbetrieb für mich als Käufer?
Entscheiden Sie sich beim Kauf für einen Pachtbetrieb, verpachten Sie das Hotel nach dem Kauf an einen Betreiber. Dieser führt das Tagesgeschäft und zahlt Ihnen dafür eine Pacht. Sie erzielen verlässliche Einnahmen, tragen aber ein geringeres unternehmerisches Risiko als beim Eigentümerbetrieb. Beim Eigentümerbetrieb führen Sie das Hotel dagegen selbst und tragen sowohl die Chancen als auch das volle unternehmerische Risiko.
Brauche ich für den Betrieb eines Hotels eine besondere Genehmigung?
Um ein Hotel betreiben zu dürfen, benötigen Sie zuerst einmal eine Gewerbeanmeldung. Wenn Sie eine Gaststätte im Hotel betreiben, bedarf es nicht immer einer gesonderten Genehmigung. Planen Sie, ausschließlich Hotelgäste zu bewirten und keinen Alkohol auszuschenken, ist keine weitere Genehmigung notwendig. Diese brauchen Sie erst, wenn Sie auch Gäste bedienen, die nicht im Hotel übernachten, oder Alkohol ausschenken möchten. Dann ist je nach Bundesland eine Konzession oder zumindest eine Anzeige notwendig.⁹ In jedem Fall sind die geltenden Vorschriften für Lebensmittelhygiene zu beachten.
Welche Nebenkosten kommen beim Hotelkauf auf mich zu?
Neben dem Kaufpreis fallen Kaufnebenkosten an: Sie zahlen die Grunderwerbsteuer, deren Satz jedes Bundesland selbst festlegt. Er liegt aktuell zwischen 3,5 Prozent in Bayern und 6,5 Prozent unter anderem in Nordrhein-Westfalen.¹⁰ Hinzu kommen Notar- und Grundbuchkosten sowie gegebenenfalls die Maklerprovision. Planen Sie außerdem Kosten für die Prüfung durch Anwalt und Steuerberater und für eventuelle Renovierungen ein.
Übernehme ich beim Hotelkauf automatisch das bestehende Personal?
Das hängt davon ab, wie der Kauf gestaltet ist. Übernehmen Sie den laufenden Betrieb, gehen die Arbeitsverhältnisse nach § 613a BGB grundsätzlich auf Sie über, wobei die Mitarbeitenden ein Widerspruchsrecht haben. Eine Kündigung allein wegen des Betriebsübergangs ist unwirksam. Erwerben Sie nur die Immobilie, etwa als Kapitalanlage mit neuem Pächter, gehen die Arbeitsverhältnisse nicht automatisch auf Sie über.
Kann ich auch eine Pension kaufen?
Ja, unsere Hotelmakler vermitteln auch Pensionen. Der Unterschied zum Hotel liegt in der Gastronomie: In einer Pension bekommen nur die Übernachtungsgäste Speisen und Getränke.¹¹ Bei kleinen Häusern zählen die persönliche Bindung der Stammgäste an die Inhaber und die Nachfolge besonders, deshalb prüfen wir sie mit Ihnen vor dem Kauf.
¹ Statista: Klassifizierte Hotels in Deutschland nach Anzahl der Hotelsterne 2026 (Abruf: 21.09.2026)
² VGH München: Beschluss vom 05.08.2025 (2 ZB 24.795), Bauplanungsrechtliche Zulässigkeit eines Boardinghouses (Abruf: 28.09.2026)
³ Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg: Prädikatisierung von Kur- und Erholungsorten (Kurortegesetz) (Abruf: 28.09.2026)
⁴ § 37 IfSG – Beschaffenheit von Wasser zum Schwimmen oder Baden, Überwachung (Abruf: 28.09.2026)
⁵ §§ 1, 9 MBeVO – Muster-Beherbergungsstättenverordnung (Bauministerkonferenz) (Abruf: 28.09.2026)
⁶ Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV), Anhang Nr. 4.1 und 4.2 (Abruf: 28.09.2026)
⁷ ImmoWertV – Immobilienwertermittlungsverordnung (Abruf: 21.09.2026)
⁸ § 613a BGB – Rechte und Pflichten bei Betriebsübergang (Abruf: 21.09.2026)
⁹ Gaststättengesetz (Bund), für Baden-Württemberg abgelöst durch das neue Landesgaststättengesetz zum 1.1.2026 (Abruf: 21.09.2026)
¹⁰ Haufe: Grunderwerbsteuer, Übersicht nach Ländern (Abruf: 28.09.2026)
¹¹ Hessisches Statistisches Landesamt: Glossar Tourismus (Abruf: 28.09.2026)
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