Pflegeimmobilie kaufen mit professioneller Unterstützung
Sie wollen eine Pflegeimmobilie oder ein Pflegeappartement kaufen, das zu Ihren Anlagezielen passt? Lassen Sie sich nicht von Renditeversprechen über 5 Prozent blenden – die realistische Mietrendite nach Abzug diverser Kosten liegt im Schnitt bei 3,5 Prozent. Betreiberverträge laufen häufig über 20 bis 25 Jahre, deshalb sollten Sie vor dem Kauf neben dem Objekt auch Betreiber, Standort und Vertragsmodell professionell prüfen lassen. Wir unterstützen Sie dabei, zeigen Ihnen passende Angebote, darunter auch Off-Market-Objekte, und stehen Ihnen als Ansprechpartner bis zum Kaufabschluss zur Seite.
„Wissen, das verkauft“– dafür stehen unsere Makler.
Ihre Vorteile beim Kauf einer Pflegeimmobilie mit Heid
Kompetente Betreuung
Unsere Makler unterstützen Sie rund um Kauf & Verkauf sämtlicher Immobilienarten.
Persönliche Ansprechpartner
Sie wissen jederzeit, wer für Ihre Immobilie verantwortlich ist: Wir setzen auf Persönlichkeit statt Anonymität.
Immobilien-Expertise
Bei uns erhalten Sie geballte Inhouse-Kompetenz rund um die Vermarktung und Bewertung Ihrer Immobilie.
Kurzfristige Termine möglich
Unsere Makler nehmen kurzfristige Aufträge entgegen. Kontaktieren Sie uns schriftlich oder telefonisch.
Komplettservice bis zum Notar
Wir begleiten Sie und Ihr Objekt vom Exposé über Besichtigungen bis zur Unterschrift unter den Vertrag.
Das Wichtigste in Kürze
- Pacht statt Einzelvermietung: Bei einer Pflegeimmobilie erhalten Sie nicht die Miete der Bewohner, sondern der Betreiber der Einrichtung zahlt die Pacht für die gesamte Immobilie. Diese Pachtverträge laufen laut Stiftung Warentest in der Regel 20 bis 25 Jahre.1 Dadurch hängen Ihre Einnahmen nicht direkt von Mieterwechseln einzelner Bewohner ab.
- Realistische Wirtschaftlichkeitsprüfung: Kaufpreis und Prospektrendite allein reichen für eine seriöse Einschätzung der Wirtschaftlichkeit eines Pflegeappartements nicht aus. Entscheidend sind unter anderem die wirtschaftliche Situation des Pflegeheim-Betreibers, Pachthöhe und Vertragslaufzeit sowie die beim Eigentümer verbleibenden Kosten. Wir unterstützen Sie bei der sorgfältigen Prüfung der wichtigsten Kaufkriterien und relevanten Vertragsunterlagen.
- Bewertung durch eigene Sachverständige: Bei Bedarf ziehen unsere Makler zertifizierte Immobiliensachverständige aus unserem Haus hinzu, um Kaufpreis und Zustand des Objekts professionell zu bewerten.
- Standortanalyse entscheidend: Ende 2023 waren laut Statistischem Bundesamt knapp 5,7 Millionen Menschen pflegebedürftig, aber nur rund 800.000 davon wurden vollstationär versorgt.2 Wir betrachten deshalb neben dem demografischen Trend auch den konkreten Pflegebedarf sowie Angebot und Wettbewerb am jeweiligen Standort.
- Auch Off-Market-Angebote erhalten: Pflegeimmobilien werden als Spezialimmobilien teilweise außerhalb öffentlicher Portale vermittelt. Mit uns erhalten Sie Zugang zu passenden Off-Market-Objekten.
- Begleitung bis zum Kauf: Wir stehen Ihnen von der Objektauswahl über die Prüfung der Unterlagen bis zum Kaufabschluss mit einem festen Ansprechpartner zur Seite.
Passende Pflegeimmobilien kaufen und Angebote finden
Der erfolgreiche Kauf einer Immobilie beginnt mit einer fundierten Analyse Ihrer individuellen Situation. In einem kostenlosen Erstgespräch führen wir daher zunächst eine strukturierte Bestandsaufnahme durch und klären im Detail, welche Pflegeimmobilie für Sie in Betracht kommt.
Für private Kapitalanleger kann das beispielsweise ein einzelnes Pflegeappartement im Neubau oder Bestand sein. In der von Finanztest 2020 untersuchten Auswahl lagen die Kaufpreise für Pflegeappartements zwischen rund 150.000 und 300.000 Euro.¹ Unternehmen und professionelle Investoren suchen dagegen häufig größere Einheiten oder komplette Pflegeheime.
Bei uns haben Sie in beiden Fällen langjährige Experten an Ihrer Seite, die Ihnen im persönlichen Gespräch zunächst eine klare Ersteinschätzung Ihrer Situation liefern. Neben Objektart und Standort besprechen wir Ihre konkreten Anlageziele sowie zeitliche und finanzielle Anforderungen an eine mögliche Pflegeimmobilie.
Gut zu wissen: Pflegeimmobilien gehören zu den Spezialimmobilien, die nicht ausschließlich öffentlich vermarktet werden. Neben öffentlichen Objekten zeigen wir Ihnen auch passende exklusive Off-Market-Angebote, die nicht auf Immobilienportalen erscheinen.
Wissen Sie bereits, welche Suchkriterien für Sie besonders relevant sind? Hier können Sie uns direkt Ihre wichtigsten Eckdaten mitteilen:
Besonderheiten beim Kauf von Pflegeimmobilien und Pflegeappartements
Der demografische Wandel spricht langfristig für einen steigenden Pflegebedarf. In seiner Pflegevorausberechnung von 2023 geht das Statistische Bundesamt allein aufgrund der Alterung von einem Anstieg von rund 5,0 Millionen Pflegebedürftigen im Jahr 2021 auf etwa 6,8 Millionen im Jahr 2055 aus.³
Beim Kauf einer Pflegeimmobilie ergeben sich für Käufer im Vergleich zu Eigentumswohnungen oder Gewerbeimmobilien andere Chancen und Risiken. Langfristige Pachtverträge sorgen für vergleichsweise verlässliche Einnahmen und reduzieren den Aufwand der Einzelvermietung. Gleichzeitig sind Sie stärker vom wirtschaftlichen Erfolg des Betreibers abhängig und durch die langfristige Vertragsbindung weniger flexibel.Denn Sie schließen einen Pachtvertrag direkt mit dem Betreiber der Einrichtung ab, anstatt einzelne Mietverträge mit den Bewohnern zu schließen.
Ein Beispiel: Bei nach dem Wohnungseigentumsgesetz (WEG) aufgeteilten Pflegeappartements erwerben Sie Sondereigentum verbunden mit einem Miteigentumsanteil am Gemeinschaftseigentum.7 Bei dem dafür typischen Anlagemodell sind Gebäude und Außenanlagen häufig für 20 bis 25 Jahre an einen Betreiber verpachtet.
Entscheidend für den Erfolg einer Anlage ist daher vor allem der wirtschaftliche Erfolg des einzelnen Betreibers am jeweiligen Standort.¹
So reduzieren Sie Risiken beim Kauf einer Pflegeimmobilie
Stiftung Warentest stuft Pflegeapartments trotz der von Anbietern beworbenen Renditen ausdrücklich nicht als einfache oder risikolose Kapitalanlage ein.¹ Die sorgfältige Prüfung einer Pflegeimmobilie vor dem Kauf ist daher zentral. Wir analysieren für Sie deshalb nicht nur die einzelne Einheit oder das Objekt, sondern auch die größten Risikofaktoren beim Kauf von Pflegeimmobilien: Betreiber und Wirtschaftlichkeit, Standort, Kaufpreis und Vertrag.
Pflegequalität bedeutet nicht gleich wirtschaftliche Stabilität des Betreibers
Vollstationäre Pflegeeinrichtungen erheben halbjährlich Qualitätsdaten zu zehn festgelegten Indikatoren, etwa Mobilität, Sturzfolgen oder Gewichtsverlust, und übermitteln sie an eine Datenauswertungsstelle.4 Diese Werte geben wichtige Hinweise auf die Versorgungsqualität, aber nicht auf die wirtschaftliche Stabilität des Betreibers.
Für die Kaufprüfung sollten Sie deshalb unbedingt zusätzlich offengelegte wirtschaftliche Informationen und die relevanten Vertragsbedingungen einbeziehen. Deshalb holen wir für Sie alle zugänglichen relevanten Informationen zum Betreiber ein, beispielsweise Jahresabschlüsse und weitere Rechnungslegungsunterlagen, unter anderem aus dem Unternehmensregister.5
Gut zu wissen: Eine Insolvenz bedeutet nicht automatisch die Schließung einer Pflegeeinrichtung: Nach einer Auswertung des Sozialwissenschaftlers Prof. Dr. Stefan Sell blieben 2023 und 2024 jeweils rund vier von fünf insolventen Pflegeheim-Standorten durch Fortführung oder Übernahme in Betrieb.6 Bis ein Nachfolger gefunden ist, kann allerdings Zeit vergehen. Zudem kann ein neuer Betreiber Umbauten voraussetzen oder nur zu einem niedrigeren Pachtzins einsteigen.¹
Bundesweite Pflegezahlen sagen nichts über den einzelnen Standort aus
Ende 2023 waren knapp 5,7 Millionen Menschen in Deutschland pflegebedürftig, aber nur rund 800.000, also etwa 14 Prozent, waren vollstationär im Pflegeheim untergebracht.2 Ein wachsender Pflegebedarf im Bundesdurchschnitt macht deshalb nicht automatisch jeden Standort zu einer guten Investition. Wir betrachten daher den stationären Bedarf, das bestehende Angebot und den Wettbewerb im konkreten Einzugsgebiet des jeweiligen Objekts.
Kaufpreis und Rendite: Brutto ist nicht gleich netto
Anbieter werben häufig mit der anfänglichen Bruttomietrendite. In einer Finanztest-Untersuchung von 2020 lag die anfängliche Rendite der untersuchten Pflegeapartments nach Berücksichtigung von Kauf- und laufenden Nebenkosten im Schnitt rund 0,5 Prozentpunkte unter der Bruttomietrendite. Versprochen werden gerne 4 bis 5,5 Prozent Rendite, in der Realität liegt die Nettomietrendite von Pflegeappartements eher bei 3,5 Prozent. ¹ Wir betrachten deshalb nicht nur die im Angebot ausgewiesene Rendite, sondern auch Kaufpreis, Einnahmen, Restlaufzeit des Betreibervertrags und die beim Eigentümer verbleibenden Kosten.
Wir zeigen Ihnen in unserem Ratgeber, wie Sie die Mietrendite berechnen.
Bei einem Pflegeappartement oder einer ganzen Pflegeimmobilie kaufen Sie wirtschaftlich nicht nur vier Wände, sondern auch das Betreiber- und Vertragsmodell mit. Wer nur auf Kaufpreis und Rendite schaut, übersieht deshalb einen wesentlichen Teil des Risikos.
Geschäftsführerin Katharina Heid
Um den Kaufpreis umfassend und realistisch zu bewerten, ordnen wir den Kaufpreis mithilfe unserer Markt- und Bewertungsdaten ein. Bei Bedarf beziehen wir zertifizierte Immobiliensachverständige aus unserem Haus ein.
Bei uns erhalten Sie dadurch eine realistische Einschätzung der Kosten statt reine Renditenversprechen, die auch Notarkosten, Grundbuchkosten, Erhaltungsrücklage und weitere Kosten einschließt. Hier finden Sie einen ersten Überblick über alle Kostenarten, die beim Kauf von Pflegeimmobilien anfallen:
| Kostenart | Erläuterung |
|---|---|
| Grunderwerbsteuer | Fällig beim Kauf, Höhe abhängig vom Bundesland |
| Notar- und Grundbuchkosten | Für Beurkundung und Eintragung |
| Finanzierungskosten | Sofern die Immobilie nicht aus Eigenmitteln bezahlt wird |
| Verwaltungskosten | Laufende Kosten der Eigentümergemeinschaft |
| Erhaltungsrücklage | Für künftige Erhaltungsmaßnahmen am Gemeinschaftseigentum |
Immobilie und Vertrag: Folgekosten früh erkennen
Pflegeimmobilien unterliegen durch intensive Nutzung und veränderte Anforderungen einem besonderen Modernisierungsrisiko. Stiftung Warentest weist darauf hin, dass spätestens zum Ende eines Betreibervertrags zusätzliche Kosten entstehen können, um ein älteres Objekt an moderne Standards anzupassen.1 Wir betrachten deshalb Zustand und Modernisierungsbedarf sowie die immobilienwirtschaftlichen Folgen der Regelungen zu Instandhaltung und Eigentumsstruktur.
Bei Pflegeappartements übernimmt im typischen Betreibermodell der Betreiber den Kontakt zu den Bewohnern und die operative Vermietung. Der Aufwand der Einzelvermietung liegt damit meist nicht beim einzelnen Eigentümer. Welche Instandhaltungs- und Erhaltungspflichten sowie Kosten bei ihm verbleiben, ist jedoch individuell im Vertrag geregelt. Wir prüfen die für den Immobilienkauf relevanten Vertragsbedingungen und weisen auf Punkte hin, die Sie gegebenenfalls rechtlich prüfen lassen sollten.
Ein weiterer Punkt, der in Verkaufsunterlagen leicht übersehen wird: die Erhaltungsrücklage der Eigentümergemeinschaft. Das WEG nennt die Ansammlung einer angemessenen Erhaltungsrücklage ausdrücklich als Bestandteil ordnungsmäßiger Verwaltung.7 Wie hoch die Rücklage aktuell ist und welche Maßnahmen bereits anstehen, prüfen wir daher für Sie mit.
Für wen sich der Kauf einer Pflegeimmobilie eignet
Nicht jede Anlagestrategie passt zu einer Sonderimmobilie. Zwei Gruppen von Käufern fragen bei uns besonders häufig an.
- Private Kapitalanleger: Pflegeappartements eignen sich für Käufer, die langfristige Vertragsstrukturen und wenig Verwaltungsaufwand suchen.
Gut zu wissen: Je nach Betreibervertrag kann mit dem Eigentum ein bevorzugtes Belegungsrecht verbunden sein. Werden Sie selbst oder nahe Angehörige pflegebedürftig, kann dies einen bevorzugten Zugang zu einem Pflegeplatz vorsehen. Das bedeutet NICHT, dass Sie in ihr eigenes Pflegeappartement einziehen können. Ob ein solches Recht besteht, ist abhängig von der konkreten vertraglichen Vereinbarung.
- Unternehmen und Portfolioinvestoren: Sie erweitern einen bestehenden Immobilienbestand um Sozialimmobilien oder suchen ganze Einrichtungen statt einzelner Appartements. Hier zählt neben der Objektprüfung vor allem der Zugang zu Angeboten, die nicht öffentlich laufen.
Sie interessieren sich aktuell nicht für den Kauf, sondern wollen eine bestehende Pflegeimmobilie veräußern? Wir unterstützen Sie auch gern dabei, Ihre Pflegeimmobilie zu verkaufen. Für Eigentümer einer kompletten Einrichtung finden Sie weitere Informationen unter Pflegeheim verkaufen.
So läuft der Kauf einer Pflegeimmobilie mit uns ab
Wir begleiten Sie strukturiert von der Suche bis zum Kauf:
- Kostenloses Erstgespräch: Gemeinsam legen wir Ihr konkretes Suchprofil fest. Dabei klären wir Ihr Budget, Region, gewünschte Objektart und Ihre Anlageziele. Sie können außerdem kostenlos und unverbindlich Ihre offenen Fragen klären.
- Objektauswahl: Wir stellen Ihnen passende Angebote für Pflegeappartements und Pflegeimmobilien zusammen. Dazu beziehen wir auch Off-Market-Objekte ein, die nicht öffentlich auf Portalen erscheinen.
- Prüfung von Betreiber, Vertrag und Objekt: Wir sichten Pachtvertrag, Teilungserklärung und Betreiberunterlagen mit Blick auf immobilienwirtschaftlich relevante Punkte und benennen offene Fragen.
- Bewertung des Kaufpreises: Wir ordnen den Kaufpreis mithilfe unserer Markt- und Bewertungsdaten ein. Bei Bedarf ziehen unsere Makler zertifizierte Immobiliensachverständige aus unserem Haus hinzu.
- Begleitung bis zum Abschluss: Von der Immobilienbesichtigung über die Abstimmung der Vertragsunterlagen mit dem Notar bis zum Kauf haben Sie bei uns einen festen Ansprechpartner.
Fazit
Ob sich der Kauf einer Pflegeimmobilie lohnt, entscheidet sich nicht am Kaufpreis allein, sondern insbesondere an Betreiber, Standort und Vertrag. Diese drei Punkte prüfen wir im Detail. Sprechen Sie uns an und nutzen Sie unsere kostenlose Erstberatung, um passende Angebote zu erhalten oder wenn Sie sichergehen wollen, ob ein konkretes Angebot hält, was der Prospekt verspricht.
Häufige Fragen zum Kauf einer Pflegeimmobilie
In diesem Abschnitt beantworten wir oft gestellte Fragen zum Kauf von Pflegeimmobilien.
Was muss ich beim Kauf einer Pflegeimmobilie beachten?
Prüfen Sie vor allem Betreiber, Standort, Pachtvertrag, Kaufpreis, Zustand und Eigentumsstruktur. Bei Pflegeimmobilien hängt der wirtschaftliche Erfolg nicht von der Ausstattung des einzelnen Appartements ab. Stiftung Warentest nennt den Betreiber und den Standort als zentrale Risikofaktoren.1
Woran erkenne ich einen seriösen Betreiber?
Ein einzelnes Merkmal reicht dafür nicht aus. Sehen Sie sich unter anderem an, wie lange das Unternehmen bereits Pflegeeinrichtungen führt, wie gut die bestehenden Häuser ausgelastet sind und wie transparent die wirtschaftlichen Kennzahlen offengelegt werden, etwa im Unternehmensregister.5 Eine längere Betriebshistorie und Auslastungsdaten liefern zusätzliche Anhaltspunkte, ersetzen aber nicht die Prüfung der wirtschaftlichen Lage und der Vertragsstruktur.
Was kostet mich die Beauftragung beim Kauf einer Pflegeimmobilie bei Heid?
Das Erstgespräch ist bei uns kostenlos und unverbindlich. Kommt eine Zusammenarbeit zustande, vereinbaren wir die Provision individuell. Ihre Höhe hängt unter anderem von Art und Lage der Immobilie ab. Die konkrete Vergütung stimmen wir vor der Beauftragung transparent mit Ihnen ab.
Ist eine Pflegeimmobilie eine gute Geldanlage für mich?
Das hängt von Ihren Anlagezielen und dem konkreten Objekt ab. Pflegeimmobilien bieten langfristige Vertragsmodelle und vergleichsweise wenig Aufwand bei der Einzelvermietung, bergen aber unter anderem Betreiber-, Standort- und Instandhaltungsrisiken. Sie sollten deshalb jedes Angebot individuell prüfen.1
Wie riskant ist der Kauf einer Pflegeimmobilie für mich?
Ein wesentliches Risiko ist die wirtschaftliche Entwicklung des Betreibers. Hinzu kommen Standort-, Wertentwicklungs- und Instandhaltungsrisiken. Eine hohe Prospektrendite allein reicht daher nicht aus, um ein Angebot zu beurteilen.1
Was passiert mit meiner Pflegeimmobilie, wenn der Betreiber insolvent wird?
Eine Betreiberinsolvenz bedeutet nicht automatisch, dass das Pflegeheim schließt. Für 2023 und 2024 wurden nach einer Auswertung des Sozialwissenschaftlers Prof. Dr. Stefan Sell rund vier von fünf insolventen Einrichtungen weitergeführt oder von einem neuen Träger übernommen. Dennoch können für Eigentümer durch eine Insolvenz unter Umständen vorübergehende Einnahmeausfälle oder neue Vertragsbedingungen entstehen.6
Allein im Juli 2026 wurden 10 Pflegeheime mit insgesamt 526 Plätzen geschlossen. 6 davon befangen sich in privater Trägerschaft, 4 wurden gemeinnützig betrieben.⁸
Welche Unterlagen sollte ich mir vor dem Kauf eines Pflegeappartements zeigen lassen?
Zu den zentralen Unterlagen gehören der Pachtvertrag mit dem Betreiber, Grundbuchunterlagen und bei einer Aufteilung nach dem WEG insbesondere die Teilungserklärung.7 Bei einer Eigentümergemeinschaft sollten Sie außerdem Wirtschaftsplan, Jahresabrechnung und Vermögensbericht prüfen; diese Unterlagen sind im Wohnungseigentumsgesetz ausdrücklich vorgesehen.7 Hinzu kommen, soweit vorhanden, wirtschaftliche Unterlagen zum Betreiber.5
Welche Kosten kommen beim Kauf einer Pflegeimmobilie auf mich zu?
Neben dem Kaufpreis fallen Grunderwerbsteuer sowie Notar- und Grundbuchkosten an. Je nach Objekt kommen zudem Finanzierung, Verwaltung und beim Eigentümer verbleibende Erhaltungs- oder Instandhaltungskosten hinzu. Diese Positionen sollten Sie in die Renditeberechnung einbeziehen.
Kann ich mein Pflegeappartement später selbst nutzen?
Eine freie Eigennutzung wie bei einer klassischen Eigentumswohnung ist während eines langfristigen Betreibervertrags nicht vorgesehen. Je nach Vertrag kann jedoch ein bevorzugtes Belegungsrecht bestehen. Ob dieses gilt, für wen es gilt und auf welche Einrichtungen es sich erstreckt, richtet sich nach der konkreten vertraglichen Vereinbarung. Prüfen Sie deshalb vor dem Kauf, ob ein bevorzugtes Belegungsrecht vertraglich vorgesehen ist und für welche Personen und Einrichtungen es gilt. Grundsätzlich richtet sich das Angebot, eine Pflegeimmobilie zu kaufen, immer an Kapitalanleger.
1 Stiftung Warentest: „Pflegeapartments als Geldanlage: Wie riskant ist der Kauf einer Pflegeimmobilie?“, veröffentlicht am 10.02.2020. https://www.test.de/Pflegeapartments-als-Geldanlage-Wie-riskant-ist-der-Kauf-einer-Pflegeimmobilie-5562373-0/ (Abruf: 14.08.2026)
² Statistisches Bundesamt (Destatis): „5,7 Millionen Pflegebedürftige zum Jahresende 2023“, Pressemitteilung Nr. 478 vom 18.12.2024. https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/12/PD24_478_224.html (Abruf: 13.08.2026)
³ Statistisches Bundesamt (Destatis): „Pflegevorausberechnung: 1,8 Millionen mehr Pflegebedürftige bis zum Jahr 2055 zu erwarten“, Pressemitteilung Nr. 124 vom 30.03.2023
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2023/03/PD23_124_12.html (Abruf: 13.08.2026)
4 Bundesministerium für Gesundheit (BMG): „Qualitätssysteme in der Pflege“. https://www.bundesgesundheitsministerium.de/themen/pflege/online-ratgeber-pflege/qualitaet-transparenz-hilfe-bei-problemen (Abruf: 14.08.2026)
5 Unternehmensregister: Suche nach Jahresabschlüssen und weiteren Rechnungslegungsunterlagen sowie Unternehmensberichten. https://www.unternehmensregister.de/de/so-gehts/suche (Abruf: 14.08.2026)
6 Prof. Dr. Stefan Sell, Aktuelle Sozialpolitik
„Was ist aus der Insolvenzwelle unter Pflegeeinrichtungen geworden? Geht das „Heimsterben“ weiter?“. https://www.aktuelle-sozialpolitik.de/2025/10/16/insolvenzwelle-und-heimsterben/ (Abruf: 14.08.2026)
7 Wohnungseigentumsgesetz (WEG), insbesondere §§ 1, 7, 8, 19 und 28. https://www.gesetze-im-internet.de/woeigg/ (Abruf: 14.08.2026)
⁸ Pflegemarkt.com: „Schließungen in der Pflege 2026“ https://www.pflegemarkt.com/news/anzahl-statistik-schliessungen-insolvenzen-pflege-2026/ (Abruf: 18.08.2026)
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