Pflegeimmobilie kaufen mit professioneller Unterstützung

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Katharina Heid
Heid Im­mo­bi­li­en­mak­ler - Kontakt Fundierte Markt­wert­ermitt­lung und professionelle Vermarktung von Wohn- und Ge­wer­be­im­mo­bi­li­en

Ihre Vorteile beim Kauf einer Pflegeimmobilie mit Heid

Kompetente Betreuung

Unsere Makler unterstützen Sie rund um Kauf & Verkauf sämtlicher Immobilienarten.

Persönliche Ansprechpartner

Sie wissen jederzeit, wer für Ihre Immobilie verantwortlich ist: Wir setzen auf Persönlichkeit statt Anonymität.

Immobilien-Expertise

Bei uns erhalten Sie geballte Inhouse-Kompetenz rund um die Vermarktung und Bewertung Ihrer Immobilie.

Kurzfristige Termine möglich

Unsere Makler nehmen kurzfristige Aufträge entgegen. Kontaktieren Sie uns schriftlich oder telefonisch.

Komplettservice bis zum Notar

Wir begleiten Sie und Ihr Objekt vom Exposé über Besichtigungen bis zur Unterschrift unter den Vertrag.

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Passende Pfle­ge­im­mo­bi­li­en kaufen und Angebote finden

Der erfolgreiche Kauf einer Immobilie beginnt mit einer fundierten Analyse Ihrer individuellen Situation. In einem kostenlosen Erstgespräch führen wir daher zunächst eine strukturierte Be­stands­auf­nah­me durch und klären im Detail, welche Pflegeimmobilie für Sie in Betracht kommt.

Für private Kapitalanleger kann das beispielsweise ein einzelnes Pfle­ge­ap­par­te­ment im Neubau oder Bestand sein. In der von Finanztest 2020 untersuchten Auswahl lagen die Kaufpreise für Pfle­ge­ap­par­te­ments zwischen rund 150.000 und 300.000 Euro.¹ Unternehmen und professionelle Investoren suchen dagegen häufig größere Einheiten oder komplette Pflegeheime.

Bei uns haben Sie in beiden Fällen langjährige Experten an Ihrer Seite, die Ihnen im persönlichen Gespräch zunächst eine klare Erst­ein­schät­zung Ihrer Situation liefern. Neben Objektart und Standort besprechen wir Ihre konkreten Anlageziele sowie zeitliche und finanzielle Anforderungen an eine mögliche Pflegeimmobilie.

Gut zu wissen: Pfle­ge­im­mo­bi­li­en gehören zu den Spe­zi­al­im­mo­bi­li­en, die nicht ausschließlich öffentlich vermarktet werden. Neben öffentlichen Objekten zeigen wir Ihnen auch passende exklusive Off-Market-Angebote, die nicht auf Im­mo­bi­li­en­por­ta­len erscheinen.

Wissen Sie bereits, welche Suchkriterien für Sie besonders relevant sind? Hier können Sie uns direkt Ihre wichtigsten Eckdaten mitteilen:

Besonderheiten beim Kauf von Pfle­ge­im­mo­bi­li­en und Pfle­ge­ap­par­te­ments

Der demografische Wandel spricht langfristig für einen steigenden Pflegebedarf. In seiner Pfle­ge­vor­aus­be­rech­nung von 2023 geht das Statistische Bundesamt allein aufgrund der Alterung von einem Anstieg von rund 5,0 Millionen Pfle­ge­be­dürf­ti­gen im Jahr 2021 auf etwa 6,8 Millionen im Jahr 2055 aus.³

Beim Kauf einer Pflegeimmobilie ergeben sich für Käufer im Vergleich zu Ei­gen­tums­woh­nun­gen oder Ge­wer­be­im­mo­bi­li­en andere Chancen und Risiken. Langfristige Pachtverträge sorgen für vergleichsweise verlässliche Einnahmen und reduzieren den Aufwand der Ein­zel­ver­mie­tung. Gleichzeitig sind Sie stärker vom wirt­schaft­li­chen Erfolg des Betreibers abhängig und durch die langfristige Vertragsbindung weniger flexibel.Denn Sie schließen einen Pachtvertrag direkt mit dem Betreiber der Einrichtung ab, anstatt einzelne Mietverträge mit den Bewohnern zu schließen.

Ein Beispiel: Bei nach dem Woh­nungs­ei­gen­tums­ge­setz (WEG) aufgeteilten Pfle­ge­ap­par­te­ments erwerben Sie Sondereigentum verbunden mit einem Mit­ei­gen­tums­an­teil am Ge­mein­schafts­ei­gen­tum.7 Bei dem dafür typischen Anlagemodell sind Gebäude und Außenanlagen häufig für 20 bis 25 Jahre an einen Betreiber verpachtet.

Entscheidend für den Erfolg einer Anlage ist daher vor allem der wirtschaftliche Erfolg des einzelnen Betreibers am jeweiligen Standort.¹

So reduzieren Sie Risiken beim Kauf einer Pflegeimmobilie

Stiftung Warentest stuft Pfle­ge­apart­ments trotz der von Anbietern beworbenen Renditen ausdrücklich nicht als einfache oder risikolose Kapitalanlage ein.¹ Die sorgfältige Prüfung einer Pflegeimmobilie vor dem Kauf ist daher zentral. Wir analysieren für Sie deshalb nicht nur die einzelne Einheit oder das Objekt, sondern auch die größten Risikofaktoren beim Kauf von Pfle­ge­im­mo­bi­li­en: Betreiber und Wirt­schaft­lich­keit, Standort, Kaufpreis und Vertrag.

Pflegequalität bedeutet nicht gleich wirtschaftliche Stabilität des Betreibers

Vollstationäre Pfle­ge­ein­rich­tun­gen erheben halbjährlich Qualitätsdaten zu zehn festgelegten Indikatoren, etwa Mobilität, Sturzfolgen oder Gewichtsverlust, und übermitteln sie an eine Da­ten­aus­wer­tungs­stel­le.4 Diese Werte geben wichtige Hinweise auf die Ver­sor­gungs­qua­li­tät, aber nicht auf die wirtschaftliche Stabilität des Betreibers.

Für die Kaufprüfung sollten Sie deshalb unbedingt zusätzlich offengelegte wirtschaftliche Informationen und die relevanten Ver­trags­be­din­gun­gen einbeziehen. Deshalb holen wir für Sie alle zugänglichen relevanten Informationen zum Betreiber ein, beispielsweise Jah­res­ab­schlüs­se und weitere Rech­nungs­le­gungs­un­ter­la­gen, unter anderem aus dem Un­ter­neh­mens­re­gis­ter.5

Gut zu wissen: Eine Insolvenz bedeutet nicht automatisch die Schließung einer Pfle­ge­ein­rich­tung: Nach einer Auswertung des So­zi­al­wis­sen­schaft­lers Prof. Dr. Stefan Sell blieben 2023 und 2024 jeweils rund vier von fünf insolventen Pflegeheim-Standorten durch Fortführung oder Übernahme in Betrieb.6 Bis ein Nachfolger gefunden ist, kann allerdings Zeit vergehen. Zudem kann ein neuer Betreiber Umbauten voraussetzen oder nur zu einem niedrigeren Pachtzins einsteigen.¹

Bundesweite Pflegezahlen sagen nichts über den einzelnen Standort aus

Ende 2023 waren knapp 5,7 Millionen Menschen in Deutschland pflegebedürftig, aber nur rund 800.000, also etwa 14 Prozent, waren vollstationär im Pflegeheim untergebracht.2 Ein wachsender Pflegebedarf im Bun­des­durch­schnitt macht deshalb nicht automatisch jeden Standort zu einer guten Investition. Wir betrachten daher den stationären Bedarf, das bestehende Angebot und den Wettbewerb im konkreten Einzugsgebiet des jeweiligen Objekts.

Kaufpreis und Rendite: Brutto ist nicht gleich netto

Anbieter werben häufig mit der anfänglichen Brut­to­miet­ren­di­te. In einer Finanztest-Untersuchung von 2020 lag die anfängliche Rendite der untersuchten Pfle­ge­apart­ments nach Be­rück­sich­ti­gung von Kauf- und laufenden Nebenkosten im Schnitt rund 0,5 Prozentpunkte unter der Brut­to­miet­ren­di­te. Versprochen werden gerne 4 bis 5,5 Prozent Rendite, in der Realität liegt die Net­to­miet­ren­di­te von Pfle­ge­ap­par­te­ments eher bei 3,5 Prozent. ¹ Wir betrachten deshalb nicht nur die im Angebot ausgewiesene Rendite, sondern auch Kaufpreis, Einnahmen, Restlaufzeit des Be­trei­ber­ver­trags und die beim Eigentümer verbleibenden Kosten.

Wir zeigen Ihnen in unserem Ratgeber, wie Sie die Mietrendite berechnen.

Geschäftsführerin Katharina Heid

Bei einem Pfle­ge­ap­par­te­ment oder einer ganzen Pflegeimmobilie kaufen Sie wirtschaftlich nicht nur vier Wände, sondern auch das Betreiber- und Vertragsmodell mit. Wer nur auf Kaufpreis und Rendite schaut, übersieht deshalb einen wesentlichen Teil des Risikos.

Ge­schäfts­füh­re­rin Katharina Heid

Um den Kaufpreis umfassend und realistisch zu bewerten, ordnen wir den Kaufpreis mithilfe unserer Markt- und Bewertungsdaten ein. Bei Bedarf beziehen wir zertifizierte Im­mo­bi­li­en­sach­ver­stän­di­ge aus unserem Haus ein.

Bei uns erhalten Sie dadurch eine realistische Einschätzung der Kosten statt reine Ren­di­ten­ver­spre­chen, die auch Notarkosten, Grundbuchkosten, Er­hal­tungs­rück­la­ge und weitere Kosten einschließt. Hier finden Sie einen ersten Überblick über alle Kostenarten, die beim Kauf von Pfle­ge­im­mo­bi­li­en anfallen:

Kostenart Erläuterung
Grund­er­werb­steu­er Fällig beim Kauf, Höhe abhängig vom Bundesland
Notar- und Grundbuchkosten Für Beurkundung und Eintragung
Fi­nan­zie­rungs­kos­ten Sofern die Immobilie nicht aus Eigenmitteln bezahlt wird
Ver­wal­tungs­kos­ten Laufende Kosten der Ei­gen­tü­mer­ge­mein­schaft
Er­hal­tungs­rück­la­ge Für künftige Er­hal­tungs­maß­nah­men am Ge­mein­schafts­ei­gen­tum

Immobilie und Vertrag: Folgekosten früh erkennen

Pfle­ge­im­mo­bi­li­en unterliegen durch intensive Nutzung und veränderte Anforderungen einem besonderen Mo­der­ni­sie­rungs­ri­si­ko. Stiftung Warentest weist darauf hin, dass spätestens zum Ende eines Be­trei­ber­ver­trags zusätzliche Kosten entstehen können, um ein älteres Objekt an moderne Standards anzupassen.1 Wir betrachten deshalb Zustand und Mo­der­ni­sie­rungs­be­darf sowie die im­mo­bi­li­en­wirt­schaft­li­chen Folgen der Regelungen zu Instandhaltung und Ei­gen­tums­struk­tur.

Bei Pfle­ge­ap­par­te­ments übernimmt im typischen Betreibermodell der Betreiber den Kontakt zu den Bewohnern und die operative Vermietung. Der Aufwand der Ein­zel­ver­mie­tung liegt damit meist nicht beim einzelnen Eigentümer. Welche Instandhaltungs- und Er­hal­tungs­pflich­ten sowie Kosten bei ihm verbleiben, ist jedoch individuell im Vertrag geregelt. Wir prüfen die für den Immobilienkauf relevanten Ver­trags­be­din­gun­gen und weisen auf Punkte hin, die Sie gegebenenfalls rechtlich prüfen lassen sollten.

Ein weiterer Punkt, der in Ver­kaufs­un­ter­la­gen leicht übersehen wird: die Er­hal­tungs­rück­la­ge der Ei­gen­tü­mer­ge­mein­schaft. Das WEG nennt die Ansammlung einer angemessenen Er­hal­tungs­rück­la­ge ausdrücklich als Bestandteil ordnungsmäßiger Verwaltung.7 Wie hoch die Rücklage aktuell ist und welche Maßnahmen bereits anstehen, prüfen wir daher für Sie mit.

Für wen sich der Kauf einer Pflegeimmobilie eignet

Nicht jede Anlagestrategie passt zu einer Sonderimmobilie. Zwei Gruppen von Käufern fragen bei uns besonders häufig an.

  • Private Kapitalanleger: Pfle­ge­ap­par­te­ments eignen sich für Käufer, die langfristige Ver­trags­struk­tu­ren und wenig Ver­wal­tungs­auf­wand suchen.

Gut zu wissen: Je nach Be­trei­ber­ver­trag kann mit dem Eigentum ein bevorzugtes Belegungsrecht verbunden sein. Werden Sie selbst oder nahe Angehörige pflegebedürftig, kann dies einen bevorzugten Zugang zu einem Pflegeplatz vorsehen. Das bedeutet NICHT, dass Sie in ihr eigenes Pfle­ge­ap­par­te­ment einziehen können. Ob ein solches Recht besteht, ist abhängig von der konkreten vertraglichen Vereinbarung.

  • Unternehmen und Port­fo­lio­in­ves­to­ren: Sie erweitern einen bestehenden Im­mo­bi­li­en­be­stand um So­zi­al­im­mo­bi­li­en oder suchen ganze Einrichtungen statt einzelner Appartements. Hier zählt neben der Objektprüfung vor allem der Zugang zu Angeboten, die nicht öffentlich laufen.

Sie interessieren sich aktuell nicht für den Kauf, sondern wollen eine bestehende Pflegeimmobilie veräußern? Wir unterstützen Sie auch gern dabei, Ihre Pflegeimmobilie zu verkaufen. Für Eigentümer einer kompletten Einrichtung finden Sie weitere Informationen unter Pflegeheim verkaufen.

So läuft der Kauf einer Pflegeimmobilie mit uns ab

Der Kauf einer Pflegeimmobilie beginnt bei Heid mit einem kostenlosen Erstgespräch, gefolgt von der Objektauswahl. Wir prüfen Betreiberunterlagen, Verträge und Objektdaten, ordnen den Kaufpreis anhand unserer Markt- und Bewertungsdaten ein und begleiten Sie bis zum Notartermin.
Unsere Infografik zeigt, wie der Kauf eines Pfle­ge­ap­par­te­ments mit uns abläuft.

Wir begleiten Sie strukturiert von der Suche bis zum Kauf:

  1. Kostenloses Erstgespräch: Gemeinsam legen wir Ihr konkretes Suchprofil fest. Dabei klären wir Ihr Budget, Region, gewünschte Objektart und Ihre Anlageziele. Sie können außerdem kostenlos und unverbindlich Ihre offenen Fragen klären.
  2. Objektauswahl: Wir stellen Ihnen passende Angebote für Pfle­ge­ap­par­te­ments und Pfle­ge­im­mo­bi­li­en zusammen. Dazu beziehen wir auch Off-Market-Objekte ein, die nicht öffentlich auf Portalen erscheinen.
  3. Prüfung von Betreiber, Vertrag und Objekt: Wir sichten Pachtvertrag, Tei­lungs­er­klä­rung und Be­trei­ber­un­ter­la­gen mit Blick auf im­mo­bi­li­en­wirt­schaft­lich relevante Punkte und benennen offene Fragen.
  4. Bewertung des Kaufpreises: Wir ordnen den Kaufpreis mithilfe unserer Markt- und Bewertungsdaten ein. Bei Bedarf ziehen unsere Makler zertifizierte Im­mo­bi­li­en­sach­ver­stän­di­ge aus unserem Haus hinzu.
  5. Begleitung bis zum Abschluss: Von der Im­mo­bi­li­en­be­sich­ti­gung über die Abstimmung der Ver­trags­un­ter­la­gen mit dem Notar bis zum Kauf haben Sie bei uns einen festen Ansprechpartner.

Fazit

Ob sich der Kauf einer Pflegeimmobilie lohnt, entscheidet sich nicht am Kaufpreis allein, sondern insbesondere an Betreiber, Standort und Vertrag. Diese drei Punkte prüfen wir im Detail. Sprechen Sie uns an und nutzen Sie unsere kostenlose Erstberatung, um passende Angebote zu erhalten oder wenn Sie sichergehen wollen, ob ein konkretes Angebot hält, was der Prospekt verspricht.

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André Heid
Heid Im­mo­bi­li­en­mak­ler - Kontakt Fundierte Markt­wert­ermitt­lung und professionelle Vermarktung von Wohn- und Ge­wer­be­im­mo­bi­li­en

Häufige Fragen zum Kauf einer Pflegeimmobilie

In diesem Abschnitt beantworten wir oft gestellte Fragen zum Kauf von Pfle­ge­im­mo­bi­li­en.

Was muss ich beim Kauf einer Pflegeimmobilie beachten?

Prüfen Sie vor allem Betreiber, Standort, Pachtvertrag, Kaufpreis, Zustand und Ei­gen­tums­struk­tur. Bei Pfle­ge­im­mo­bi­li­en hängt der wirtschaftliche Erfolg nicht von der Ausstattung des einzelnen Appartements ab. Stiftung Warentest nennt den Betreiber und den Standort als zentrale Risikofaktoren.1

Woran erkenne ich einen seriösen Betreiber?

Ein einzelnes Merkmal reicht dafür nicht aus. Sehen Sie sich unter anderem an, wie lange das Unternehmen bereits Pfle­ge­ein­rich­tun­gen führt, wie gut die bestehenden Häuser ausgelastet sind und wie transparent die wirt­schaft­li­chen Kennzahlen offengelegt werden, etwa im Un­ter­neh­mens­re­gis­ter.5 Eine längere Be­triebs­his­to­rie und Aus­las­tungs­da­ten liefern zusätzliche Anhaltspunkte, ersetzen aber nicht die Prüfung der wirt­schaft­li­chen Lage und der Ver­trags­struk­tur.

Was kostet mich die Beauftragung beim Kauf einer Pflegeimmobilie bei Heid?

Das Erstgespräch ist bei uns kostenlos und unverbindlich. Kommt eine Zusammenarbeit zustande, vereinbaren wir die Provision individuell. Ihre Höhe hängt unter anderem von Art und Lage der Immobilie ab. Die konkrete Vergütung stimmen wir vor der Beauftragung transparent mit Ihnen ab.

Ist eine Pflegeimmobilie eine gute Geldanlage für mich?

Das hängt von Ihren Anlagezielen und dem konkreten Objekt ab. Pfle­ge­im­mo­bi­li­en bieten langfristige Vertragsmodelle und vergleichsweise wenig Aufwand bei der Ein­zel­ver­mie­tung, bergen aber unter anderem Betreiber-, Standort- und In­stand­hal­tungs­ri­si­ken. Sie sollten deshalb jedes Angebot individuell prüfen.1

Wie riskant ist der Kauf einer Pflegeimmobilie für mich?

Ein wesentliches Risiko ist die wirtschaftliche Entwicklung des Betreibers. Hinzu kommen Standort-, Wert­ent­wick­lungs- und In­stand­hal­tungs­ri­si­ken. Eine hohe Prospektrendite allein reicht daher nicht aus, um ein Angebot zu beurteilen.1

Was passiert mit meiner Pflegeimmobilie, wenn der Betreiber insolvent wird?

Eine Be­trei­ber­insol­venz bedeutet nicht automatisch, dass das Pflegeheim schließt. Für 2023 und 2024 wurden nach einer Auswertung des So­zi­al­wis­sen­schaft­lers Prof. Dr. Stefan Sell rund vier von fünf insolventen Einrichtungen weitergeführt oder von einem neuen Träger übernommen. Dennoch können für Eigentümer durch eine Insolvenz unter Umständen vorübergehende Ein­nah­me­aus­fäl­le oder neue Ver­trags­be­din­gun­gen entstehen.6

Allein im Juli 2026 wurden 10 Pflegeheime mit insgesamt 526 Plätzen geschlossen. 6 davon befangen sich in privater Trägerschaft, 4 wurden gemeinnützig betrieben.⁸

Welche Unterlagen sollte ich mir vor dem Kauf eines Pfle­ge­ap­par­te­ments zeigen lassen?

Zu den zentralen Unterlagen gehören der Pachtvertrag mit dem Betreiber, Grund­buch­un­ter­la­gen und bei einer Aufteilung nach dem WEG insbesondere die Tei­lungs­er­klä­rung.7 Bei einer Ei­gen­tü­mer­ge­mein­schaft sollten Sie außerdem Wirtschaftsplan, Jah­res­ab­rech­nung und Ver­mö­gens­be­richt prüfen; diese Unterlagen sind im Woh­nungs­ei­gen­tums­ge­setz ausdrücklich vorgesehen.7 Hinzu kommen, soweit vorhanden, wirtschaftliche Unterlagen zum Betreiber.5

Welche Kosten kommen beim Kauf einer Pflegeimmobilie auf mich zu?

Neben dem Kaufpreis fallen Grund­er­werb­steu­er sowie Notar- und Grundbuchkosten an. Je nach Objekt kommen zudem Finanzierung, Verwaltung und beim Eigentümer verbleibende Erhaltungs- oder In­stand­hal­tungs­kos­ten hinzu. Diese Positionen sollten Sie in die Ren­di­te­be­rech­nung einbeziehen.

Kann ich mein Pfle­ge­ap­par­te­ment später selbst nutzen?

Eine freie Eigennutzung wie bei einer klassischen Ei­gen­tums­woh­nung ist während eines langfristigen Be­trei­ber­ver­trags nicht vorgesehen. Je nach Vertrag kann jedoch ein bevorzugtes Belegungsrecht bestehen. Ob dieses gilt, für wen es gilt und auf welche Einrichtungen es sich erstreckt, richtet sich nach der konkreten vertraglichen Vereinbarung. Prüfen Sie deshalb vor dem Kauf, ob ein bevorzugtes Belegungsrecht vertraglich vorgesehen ist und für welche Personen und Einrichtungen es gilt. Grundsätzlich richtet sich das Angebot, eine Pflegeimmobilie zu kaufen, immer an Kapitalanleger.

Quellen

1 Stiftung Warentest: „Pfle­ge­apart­ments als Geldanlage: Wie riskant ist der Kauf einer Pflegeimmobilie?“, veröffentlicht am 10.02.2020. https://www.test.de/Pfle­ge­apart­ments-als-Geldanlage-Wie-riskant-ist-der-Kauf-einer-Pflegeimmobilie-5562373-0/ (Abruf: 14.08.2026)

² Statistisches Bundesamt (Destatis): „5,7 Millionen Pfle­ge­be­dürf­ti­ge zum Jahresende 2023“, Pres­se­mit­tei­lung Nr. 478 vom 18.12.2024. https://www.destatis.de/DE/Presse/Pres­se­mit­tei­lun­gen/2024/12/PD24_478_224.html (Abruf: 13.08.2026)

³ Statistisches Bundesamt (Destatis): „Pfle­ge­vor­aus­be­rech­nung: 1,8 Millionen mehr Pfle­ge­be­dürf­ti­ge bis zum Jahr 2055 zu erwarten“, Pres­se­mit­tei­lung Nr. 124 vom 30.03.2023
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pres­se­mit­tei­lun­gen/2023/03/PD23_124_12.html (Abruf: 13.08.2026)

4 Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Gesundheit (BMG): „Qua­li­täts­sys­te­me in der Pflege“. https://www.bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­te­ri­um.de/themen/pflege/online-ratgeber-pflege/qualitaet-transparenz-hilfe-bei-problemen (Abruf: 14.08.2026)

5 Un­ter­neh­mens­re­gis­ter: Suche nach Jah­res­ab­schlüs­sen und weiteren Rech­nungs­le­gungs­un­ter­la­gen sowie Un­ter­neh­mens­be­rich­ten. https://www.un­ter­neh­mens­re­gis­ter.de/de/so-gehts/suche (Abruf: 14.08.2026)

6 Prof. Dr. Stefan Sell, Aktuelle Sozialpolitik
„Was ist aus der Insolvenzwelle unter Pfle­ge­ein­rich­tun­gen geworden? Geht das „Heimsterben“ weiter?“. https://www.aktuelle-sozialpolitik.de/2025/10/16/insolvenzwelle-und-heimsterben/ (Abruf: 14.08.2026)

7 Woh­nungs­ei­gen­tums­ge­setz (WEG), insbesondere §§ 1, 7, 8, 19 und 28. https://www.gesetze-im-internet.de/woeigg/ (Abruf: 14.08.2026)

Pflegemarkt.com: „Schließungen in der Pflege 2026“ https://www.pflegemarkt.com/news/anzahl-statistik-schliessungen-insolvenzen-pflege-2026/ (Abruf: 18.08.2026)

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